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ANgeDACHT


Jede Woche am Montag erscheint unser ANgeDACHT, eine kurze Andacht zum Wochenbeginn.

12.04.2021

„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“

Johannes 20,29

„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ heißt es im Johannesevangelium.
Jesus sagt dies zu Thomas, einem seiner Jünger, der sich nicht vorstellen kann, dass Jesus auferstanden ist, wie die anderen berichten.
Er möchte ihn sehen, ihn anfassen, er will es begreifen und verstehen.
Uns wäre es doch vielleicht genauso gegangen. Thomas durfte die Erfahrung machen, dass Jesus vor ihm stand. Für uns gilt auch heute: Jesus lebt, er hat den Tod überwunden, der Tod hat nicht das letzte Wort. Wir dürfen genau wie die Jünger damals uns darauf verlassen, dass Gott es gut mit uns meint, auch in Situationen die ausweglos scheinen. Um uns herum gibt es viel Leid, Krankheit, Hunger und Not und man könnte verzweifeln, wenn man die Nachrichten im Fernsehen und Radio hört. Und doch gibt es immer wieder Hoffnung und Menschen die sich berufen fühlen, dies zu ändern, weil ihr Glaube und die Gemeinschaft der Christinnen und Christen sie trägt.
Es gibt Wichtiges im Leben, das kann man nicht sehen und nicht anfassen, aber erfahren, glauben. Lassen Sie uns darauf vertrauen, dass es immer einen Neubeginn gibt. Wir haben Frieden mit Gott und den Menschen und lassen uns so in den Dienst zum Nächsten berufen, wie Jesus es uns vorgelebt hat.

Bei Lothar Zenetti kann man lesen, was wichtig ist und was man erfahren kann.
Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter.
Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer.
Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen Alles in einem anderen Licht.

 

Gebet
HERR, wir danken dir, dass du da bist,
auch wenn wir dich nicht sehen und dass wir dir alle unsere Sorge anvertrauen dürfen.
Bleibe bei uns und führe uns auf einen guten Weg.

 

Wochenspruch:    Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1.Petrus 1,3)

Wochenpsalm:      Psalm 116 - EG 746

Wochenlied:           EG 108 – Mit Freuden zart

Download:               ANgeDACHT 2021-15

 

Möge eine gute Woche vor Ihnen liegen, bleiben Sie gesund und behütet.

Christiane Soyeaux
Stabsstelle Christliches Leben und Diakonie

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04.04.2021

Auf dem Weg nach Emmaus

Lukas 24,13 - 32

Die Erzählung von den Emmaus-Jüngern (Lukas 24,13-32) gehört zu den beliebtesten Stellen der Bibel. Sie spricht Erfahrungen an, die viele Menschen zu allen Zeiten sehr gut teilen konnten und können. Es fällt nicht schwer, uns in die Rolle der Jünger hineinzuversetzen und mit ihnen unterwegs zu sein.

Zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus – tieftraurig, erschöpft, sprachlos. Sie fliehen von dem Ort, an dem sie alle ihre Hoffnungen verloren. Jesus wurde ein Opfer von Hass und Intrigen. Der, zu dem sie aufgeschaut hatten, wurde hingerichtet und begraben. Sie hatten ihn Messias genannt. Angesichts des Leidens und Sterbens Jesu scheint ihnen das Bild, dass sie von ihm hatten, zerbrochen. So schnell können Träume zerplatzen. Auch wir kennen das Gefühl. Da geschieht etwas Unvorstellbares, was uns den Boden unter den Füßen weg­zieht und auch die Jünger werden sich gefragt haben, was nun werden soll.

Doch Jesus ist auferstanden und lässt sie in ihrer Not nicht allein. Er schließt sich ihnen unerkannt an und geht mit ihnen gemeinsam die Straße nach Emmaus. Er begleitet sie und er fragt, was sie beschäftigt, hört ihnen geduldig zu. Wir erleben Seelsorge: mitgehen, reden lassen, zuhören, Zeit schenken und Zeit lassen. Erst als die Jünger sich alles von der Seele geredet haben, antwortet Jesus. Er spendet Trost und macht ihnen deutlich, dass alles, was in den letzten Tagen in Jerusalem passierte, vorbestimmt war. Er erklärt ihnen die unbegreiflichen Ereignisse und sie beginnen zu verstehen. Die Jünger haben gespürt, hier ist einer, der nicht nur zuhört, sondern der auch eine Ahnung von dem hat, was sie beschäftigt, der Antworten auf ihre Fragen hat. Als der Fremde gehen will, bitten sie ihn: Bleibe bei uns, denn es wird Abend, der Tag hat sich geneigt. Jesus folgt der Einladung, Als er mit ihnen das Brot bricht, da endlich erkennen sie Jesus. Hoffnungslosigkeit wandelt sich in Freude und es gibt für sie kein Halten. Sie müssen zurück nach Jerusalem und erzählen, was sie erlebt haben.

Und auch wir können unsere Emmaus-Erfahrungen machen:

Emmaus ist, wo wir uns aufmachen.
Emmaus ist, wo wir miteinander reden.
Emmaus ist, wo wir Fremde zulassen.
Emmaus ist, wo wir das Brot brechen.
Emmaus ist, wo Glaube weitergegeben wird.

Irischer Segen:
Möge es in deinem Leben keine verschenkten Tage geben,
aber viele, die Du anderen schenkst.

 

Wochenspruch: Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.   Offb. 1,18

Wochenpsalm: Psalm 118  -  EG 747

Wochenlied: EG 100 - Wir wollen alle fröhlich sein

 

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter

 

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29.03.2021

Sagt zu der Tochter Zion: Sieh doch: dein König kommt zu Dir! Er ist freundlich und reitet auf einem Esel, einem jungen Esel – geboren von einer Eselin.

Matthäus 21,5 (Basisbibel)

Wir feiern bald Ostern. Dazu gehört Palmsonntag und auch die ernsten Feiertage Gründonnerstag und Karfreitag. Wir begleiten Jesus in dieser Woche auf seinem schweren Gang bis zu seinem Tod am Kreuz.

Wir können die Geschichte in der Bibel im Matthäusevangelium, Kapitel 21,1-9 nachlesen:
Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs nach Jerusalem zum Passafest. Viele Leute sind mit ihnen zusammen auf der Straße. Jesus hat die Tage vorher im ganzen Lande gepredigt und die Kranken geheilt. Jetzt will er nach Jerusalem zum Tempel Gottes. Es hat sich herumgesprochen: »Hier kommt der Retter, den Gott uns schickt.«  Die Leute denken dabei allerdings an einen starken König, der mit vielen Soldaten kommt und auf einem schnellen Pferd reitet. Jesus ist schon in der Nähe der Stadt. Er muss nur noch über den Ölberg ziehen, der ein wenig höher liegt als der Berg Zion, auf dem die Stadt Jerusalem und der Tempel gebaut sind.

Jesus kommt als König und doch anders als erwartet: Er reitet auf einem Esel, ganz sanft und still und verletzlich. So stellt sich Jesus an die Seite der Schwachen in dieser Welt und macht uns damit deutlich: Ihr seid nicht allein. Ob das die Leute wohl verstehen können? Sie begrüßen Jesus mit großer Freude und machen ihm den Weg schön mit Palmenzweigen.

Wie gehen wir, wie gehen Sie in diese Karwoche?

Lasst uns neu begreifen, was wir von Jesus lernen können und beten:
Du bist unser Vater und wir gehören zusammen als Gemeinschaft der Kinder Gottes, wir sind nie allein, auch nicht in schweren Zeiten.
Lass uns darauf achten das auch wir an der Seite der Schwachen stehen.
Hilf uns, zu vergeben, wo andere uns verletzt haben, und hilf uns Vergebung anzunehmen.
Bewahre uns vor Selbstzufriedenheit und Bequemlichkeit, dass wir nicht nur uns selbst sehen, sondern auch die, die uns brauchen. Amen

Im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 13 finden Sie das passsende Lied dazu:

Tochter Zion, freue dich! Jauchze, laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir!
Ja er kommt, der Friedenfürst.
Tochter Zion, freue dich! Jauchze, laut, Jerusalem!

Wochenspruch: Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Joh.3 ,14b.15

Wochenpsalm: Psalm 69  –  EG 731

Wochenlied: EG 91  –  Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Fliedners Lafim-Diakonie

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22.03.2021

Judika – 5. Sonntag der Passionszeit

lateinisch:  judica me       deutsch:  richte mich

Die Frage nach dem „Warum?“

Warum gibt es böse Menschen?
Warum gibt es unheilbare Krankheiten?
Warum gibt es Corona?
Warum muss ich unter den Beschränkungen leiden? Warum hat Gott das zugelassen?
Ist Gott gerecht?

Was mich zu Boden schlug, war Gottes Hand!

Dieser Satz steht in der Bibel. Und er wurde gesprochen von einem rechtschaffenden, redlichen und gottesfürchtigen Mann. Einen Mann, der auf drastischer Weise erfahren hat, was Leiden heißt. Warum?

Hiob war ein Mann, der reich an Gütern und Leben war. Er war fromm und hatte eine Beziehung zu Gott, die auf dem ersten Blick nichts erschüttern konnte. Und dann, wie aus dem Nichts, verliert er alles. Erst alles Materielle, dann die Menschen, die er liebt und zuletzt seine Gesundheit. Warum lässt Gott das zu?
Alle Freunde, die Hiob zur Seite eilen, können ihn weder helfen, noch können sie die Frage nach dem Warum beantworten. Die Frage nach dem Warum kann niemand beantworten. Das ist in den meisten Fällen bis heute so geblieben.
Aber Hiob hat uns gezeigt, dass das Leiden ein Ende hat. In dem Moment, in dem Hiob aufhört zu Fragen, warum ist das so geschehen, in dem Moment, wo er die Perspektive von der Vergangenheit in die Zukunft wechselt, in dem Moment, wo er nicht nach dem Grund, sondern nach dem Ziel Ausschau hält, in diesem Moment hat Hiob seine Rettung gefunden.
Bei Hiob hat es geholfen, die Gerechtigkeit Gottes nicht in Frage zu stellen. Seine ganze Hoffnung auf Gott auszurichten und ihm zu vertrauen. Hiob ist überzeugt davon, dass etwas Großartiges geschehen wird. Er sieht das Ziel und den Plan Gottes. Wenn das Elend am größten ist, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, auf sein Ende zu hoffen.

Vielleicht hilft es auch uns ab und zu mal, die Perspektive zu wechseln. Nicht zu fragen, warum muss ich dies oder warum muss ich das. Sondern darauf zu vertrauen, dass es richtig ist, dies oder das zu tun oder zu dulden. Viel zu oft verzetteln wir uns bei der Bewältigung der alltäglichen Probleme, stehen vor Hindernissen und wissen manchmal einfach nicht weiter. Vielleicht kann es uns helfen, in solchen Momenten innezuhalten, ein paar Schritte zurückzu­gehen und auf das große Ganze zu schauen. In die Zukunft zu schauen, anderen zu vertrauen und zu hoffen, dass alles gut wird. Den Glauben daran, dass das Leiden nicht das letzte Wort behält, sollten wir uns bewahren. Vertrauen, Glaube und Hoffnung.

Wochenspruch: Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. Mat. 20, 28

Wochenpsalm: Psalm 43  -  EG 724

Wochenlied: EG 76  –  O Mensch, bewein dein Sünde groß

 

Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Woche.
Daniella Haase

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15.03.2021

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12,24

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt…“ So beginnt der Bibelspruch, der uns durch diese Woche begleitet. Die Bibel spricht oft und gern in Bildern. Ein Weizenkorn, dass nicht ausgesät wird, kann keine Frucht bringen. Es verliert seine Kraft, bleibt allein. Nur im dunklen und feuchten Ackerboden beginnt das Korn zu keimen und es wächst aus ihm neues Leben. Dabei kann ein Korn bis zu drei Ähren hervorbringen mit insgesamt etwa einhundertzwanzig Weizenkörnern. Aus eins wird einhundertzwanzig. Ein schönes Bild, das uns hier die Bibel malt. Aber was will dieses Bild uns sagen? Für welche Wirklichkeit steht es?
Gern vermitteln uns die Medien Bilder von „Siegern“ und „Machern“, oft geprägt von Selbstfindung und Selbstdarstellung. Der große Markt der Ratgeberliteratur erklärt uns dann, wie das geht, was uns stark macht und zum Erfolg führt. Sicher ist daran auch vieles richtig, aber ist es immer das Richtige?

Auch Jesus hätte aufstrebend leben können. Er hatte viele Anhänger im Volk und ständig wurden es mehr. Gute Voraussetzungen für Erfolg, Status, Reich-tum und Macht. Doch Jesus hatte eine andere Sicht, ging einen anderen Weg: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht“. Jesus hat sein Leben nicht für sich selbst gelebt. Auch er hatte Ziele, aber dabei strebte er nicht nach Ehre, Größe und Selbstbestätigung. Er hat sein Tun und sein Leben den Menschen gewidmet und hingegeben. Und wie beim Weizenkorn bedeutet Jesu Sterben nicht das Ende. Mit der Auferstehung beginnt neues Leben. Er ist überall gegenwärtig und möchte uns mit auf seinen Weg nehmen. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die nicht nur ihr eigenes Wohlergehen, ihr eigenes Interesse, ihre Lebensqualität im Blick haben. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die alle Facetten des Lebens wahrnehmen und danach handeln. Wer auf diesen Weg Jesu nachfolgt, erfährt ein erfülltes Leben und bringt wie das Weizenkorn viel Frucht für alle.

Segen
Mögen Zeichen an der Straße Deines Lebens sein, die Dir sagen, wohin Du auf dem Wege bist. Mögest Du die Kraft haben, die Richtung zu ändern, wenn Du die alte Straße nicht mehr gehen kannst.

 

Wochenspruch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Joh 12,24

Wochenpsalm: Psalm 84 - EG 734
Wochenlied: EG 98 – Korn das in die Erde

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche.

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter

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08.03.2021

„Gottes Liebe ist wie die Sonne, sie ist immer und überall da“

So heißt es in einem Lied

Wir kennen das Gefühl aus eigenem Erleben in der Familie und besonders in den Diensten für Menschen im Alter aus Gesprächen mit Angehörigen: Die Mutter kommt allein nicht mehr zurecht. Zu Hause geht es einfach nicht mehr.

Die Mutter wird immer wackeliger auf den Beinen, einige Male ist sie schon gestürzt. Nun muss sie doch noch umziehen in ein Seniorenzentrum.
Unglücklich sitzt die Mutter nach einigen Tagen in ihrem neuen Zuhause in ihrem Sessel, als die Tochter sie besucht. Ja, sie werde gut versorgt, sagt sie, doch ihre Stimme klingt hart. Aber es sei eben nicht ihr Zuhause.
"Lass uns ein bisschen rausgehen", schlägt die Tochter vor. Spazierengehen hat schon immer geholfen, denkt sie. Sie ziehen sich Jacken an und setzen sich Mützen auf, die Mutter schiebt ihren Rollator vor sich her. Im Schneckentempo gehen sie über den langen Flur und durch die Eingangshalle. Die Tür nach draußen öffnet sich, kühle Luft schlägt ihnen entgegen.
"Ist das herrlich ", sagt die Mutter schon nach wenigen Schritten, "hier kann ich durchatmen“. Sie gehen weiter, die Bäume sind noch kahl, über der flachen Landschaft hängt im März der Himmel tief, schwere Wolken, die fast bis zum Boden reichen. Doch dazwischen ist hier und da ein Stück vom blauen Himmel zu sehen. Dann blitzt plötzlich für einen Moment die Sonne wunderschön gelb durch.
"Gottes Liebe ist wie die Sonne", singt die Mutter mit brüchiger Stimme, "sie ist immer und überall da“.
Hinter schweren Wolken strahlt die Sonne leuchtendhell. Schon immer ist der Mutter zu allem ein Lied eingefallen. Hier draußen mit dem Blick in die Sonne ist die Stimmung der Mutter wie ausgewechselt, alles Schwere im Leben ist wie weg­geblasen, alles was sie bedrückt und manchmal aggressiv macht ist verschwunden.
Hier draußen kann sie die schönen Bilder in ihrem Leben sehen: die Sonne, die hinter den Wolken doch da ist und silberne Ränder um sie herum zeichnet. Und ab und zu blitzt die Sonne durch, auch an düsteren Tagen. Ein Stückchen gehen sie noch, die Mutter atmet tief ein und aus. Wie sehr wünsche ich ihr, dass das Lied lange weiterklingt, denkt die Tochter. Und Gott ihr nah bleibt und sie wärmt mit seiner Liebe.

Wir beten:
Gott, einmal am Tag möchte ich innehalten und den Blick schweifen lassen:
Wo ist mir Gutes begegnet?
Ich möchte deinen Worten nachlauschen: Welches davon hat mich aufgerichtet?
Ich möchte Gesten nachspüren: Welche hat mich heute schon gewärmt?
Gott, einmal am Tag möchte ich mich fragen:
Wo könnte Gott sich entdecken lassen, nah neben mir?
Denn der, den du nicht siehst, ist näher als du denkst und spannt über dem Weg seinen Segen aus.

Wochenspruch: Wer die Hand an den Flug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Lukas 9,62

Wochenpsalm: Psalm 34  -  EG 718

Wochenlied: EG 391   -  Jesus geh voran

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Fliedners Lafim-Diakonie

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01.03.2021

Denk an deine Barmherzigkeit und Güte Herr. Denn schon seit Urzeiten bestehen sie.

Psalm 25, Vers 6 (Übersetzung Basisbibel)

Der zweite Sonntag in der Fastenzeit Reminiszere – „Gedenke“ nimmt mit seinen Texten die Beziehung von Gott und den Menschen in den Blick. „Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit.“

Der Psalmbeter David ist sich gewiss, seine Vergangenheit, seine Gegenwart und seine Zukunft liegen in Gottes Hand. Egal was war, wir können immer wieder neu anfangen, uns wird nichts nachgetragen.
Jetzt sind wir aufgefordert, dem Wort Gottes zu folgen und Gutes zu tun, für den Nächsten da zu sein. Das heißt, wir können unser Herz öffnen und die Not anderer Menschen wahrnehmen und dann handeln. Und es bedeutet auch, wir brauchen keine Angst vor der Zukunft zu haben. Viele Menschen, ja Generationen vor uns, haben erfahren, dass Gott spürbar ist, dass wir uns an ihn wenden können, wenn wir Hilfe brauchen. Er greift uns unter die Arme, wir sind gehalten.

Mit Worten von Gregor Linßen beten wir:

Herr, in deine Hände, lege ich meinen Weg, begleite mich.
Herr in deine Hände, lege ich meine Zeit, erbarme dich.
Herr in deine Hände, lege ich meine Angst, erhöre mich.
Herr in deine Hände, lege ich meinen Dank, ich glaube an dich

 

Wochenspruch:      Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.   Römer 5,8

Wochenpsalm:        Psalm 25  -  EG 713

Wochenlied:             EG 94 – Das Kreuz ist aufgerichtet

 

Christiane Soyeaux

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22.02.2021

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einem Stein stoßest.

Psalm 91, 11-12

Das sind schöne Worte aus dem Psalm 91, der Psalm, der uns durch diese Woche begleitet. Wir werden behütet. Uns wird Schutz und Beistand zugesagt und dass wir in unserem Leben nicht allein gelassen werden. Gott begleitet uns und er sendet seine Engel. Ein schönes, anschauliches Bild: Engel, die uns auf Händen tragen.
Aber wer oder was sind Engel? Das Wort „Engel“ kommt vom griechischen Wort „Angelos“ und das heißt Bote oder Gesandter. Engel sind also Boten, Gesandte Gottes. Martin Luther hat Engel so beschrieben: „Engel sind die dienstbaren Geister Gottes.“ Sie verbinden somit Himmel und Erde.
In der Bibel ist an mehr als 300 Stellen die Rede von den Engeln, die behüten. Da ist zum Beispiel Daniel, der zum Tode verurteilt in die Löwengrube geworfen wurde. Er erklärt seine Rettung mit den Worten: „Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat.“ Und als Jesus durch Herodes getötet werden sollte, erschien Josef ein Engel im Traum und sprach: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten.“
Die Bibel erzählt aber nicht nur von Engel als himmlische Wesen. Sie berichtet von ganz einfachen, oft unscheinbaren Menschen, die durch ihr Handeln zu Boten Gottes, zu Engeln, werden. Sie werden Engel, die keine Flügel nötig haben. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn wir unseren Nächsten wie uns selbst sehen, können und dürfen wir alle solche Engel werden.

Es gibt noch Engel – mitten unter uns.
Sie kümmern sich um Menschen, die weniger Glück haben.
Sie reichen ihnen die Hand und laden zur Freundschaft ein.
Sie gehen mit Einsamen spazieren.
Sie gehen in Gefängnisse.
Sie besuchen Kranke und bleiben bei Sterbenden.
Wenn sie nicht wären, würden viele keinen Trost,
keine Hilfe und keine menschliche Nähe gefunden haben.
Es gibt noch Engel – mitten unter uns.
Sie haben keine Flügel, aber ihr Herz ist ein sicherer Hafen für alle,
die durch die Stürme des Lebens in Not geraten sind. Phil Bosmans

Altirischer Segenswunsch:
Bedenke, dass du auch auf einsamen Wegen nie allein gehst.
Wenn du an Gott denkst und lauschst, hörst du den Schritt der Engel.

Wochenspruch: Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 1. Joh 3,8b
Wochenpsalm: Psalm 91 - EG 736
Wochenlied: EG 247- Ach bleib mit deiner Gnade

Eine gute Woche und achten Sie auf die Engel in Ihrer Nähe!

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter

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Pflegefachleute

400 Stunden

Orientierungseinsatz – ambulant (bei den Menschen zuhause) oder stationär (in unseren Einrichtungen)

400 Stunden

Pflichteinsatz – stationäre Langzeitpflege an einem unserer Standorte

400 Stunden

Pflichteinsatz – ambulante Pflege in unseren ambulanten Stationen

120 Stunden

Pflichteinsatz – in der Pädiatrie bei einem unserer Kooperationspartner

400 Stunden 

Pflichteinsatz – im Krankenhaus bei einem unserer Kooperationspartner

 

Zwischenprüfung

120 Stunden 

Pflichteinsatz – in der Psychiatrie bei einem unserer Kooperationspartner

500 Stunden 

Vertiefungseinsatz – plus 160 Stunden zur freien Verteilung
(ambulant oder stationär) in unseren Einrichtungen

Abschluss der Ausbildung (Dauer in Vollzeit drei Jahre/ in Teilzeit bis zu fünf Jahre)

Pflegehelfer:in

Kaufmann:frau im Gesundheitswesen

Kaufmann:frau für Bürokommunikation

Berufsbegleitende Ausbildung staatlich anerkannte:r Erzieher:in

Hotelfachmann:frau​

Koch/Köchin

Pflegestudium mit integrierter Berufsausbildung

Studiengang: Case Management im Sozial- und Gesundheitswesen (Bachelor of Arts)