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ANgeDACHT


Jede Woche am Montag erscheint unser ANgeDACHT, eine kurze Andacht zum Wochenbeginn.

18.10.2021

Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Gott.

Micha 6,8

Was ist gut? Darüber gibt es ganz sicher verschiedene Auffassungen, oft ist es auch so - wir meinen zu wissen was für den anderen gut ist und was für uns gut ist, darüber denken wir nicht so oft nach. Wissen wir wirklich, was gut ist für uns und unser Zusammenleben mit anderen Menschen, in der Familie, im Team, mit den Nachbarn in der Gesellschaft? In einer anderen Übersetzung heißt der Vers aus dem Buch des Propheten Micha:
„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was Gott bei dir sucht: Gerechtigkeit tun; Freundlichkeit lieben und behutsam mitgehen mit deinem Gott.“

Was gut ist und was der Herr bei dir sucht
Gott traut uns zu, das wir erkennen was gut ist, das erfordert auch Anstrengungen und die Frage danach, wenn ich so handele wie wirkt sich das auf andere aus. Diese Diskussion wird jetzt gerade in vielen Bereichen geführt. Da ist von Perspektivwechsel die Rede, über die gemeinsame Suche nach einer gerechten Zukunft; in der die Natur und das Klima geschützt sind und in der nach Lösungen für einen friedliche Welt gesucht wird.
Gerechtigkeit tun - da geht es um konkrete Schritte >ums Handeln<.
Da sind wir im Persönlichen gefragt wie auch im Beruflichen, in der Diakonie und in der Gesellschaft.
Freundlichkeit lieben - da ist Jede und Jeder von uns gemeint, wir können alle dazu beitragen das dort wo wir leben und arbeiten eine freundliche Atmosphäre spürbar ist. Freundlichkeit kann die Gesellschaft menschlicher machen, das Leben bereichern.
Behutsam mitgehen mit deinem Gott - das ist doch eine schöne Vorstel­lung: eine Einladung sich mal fallen zu lassen, sich nicht immer anstrengen zu müssen, sich nicht zu überfordern, sondern darauf zu vertrauen, dass Gott mitgeht in unserem Leben. Ein Weggefährte, der immer an unserer Seite ist, auch in nicht so guten Zeiten, wo wir jemanden an unserer Seite besonders brauchen. Für mich ist das eine befreiende Botschaft, ich muss nicht alles allein oder auch mit anderen schultern, wird sind begleitet und das in behutsamer Weise und nicht in dem Sinne ich sage dir mal wo es lang geht. Wir dürfen den Weg mitgestalten, mit Gottes Zusage das er uns liebt, so wie wir sind.

In dem Lied „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“ ist beschrieben wie die Welt dann aussieht, wenn wir den Text des Propheten Micha ernst nehmen.

  1. Wo ein Mensch Vertrauen gibt, nicht nur an sich selber denkt,
    fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.
  2. Wo ein Mensch den andern sieht, nicht nur sich und seine Welt,
    fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.
  3. Wo ein Mensch sich selbst verschenkt, und den alten Weg verlässt,
    fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.

Text: Hans-Jürgen Netz 1975 / Melodie: Fritz Baltruweit 1977

 

Wochenspruch:     Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Gott.   Micha 6;8

Wochenpsalm:       Psalm 119  -  EG 748

Wochenlied:            EG 295  -  Wohl denen, die da wandeln

Download:                    ANgeDACHT 2021-42

 

Zu Beginn dieser Woche grüßt Sie herzlich

Christiane Soyeaux
Christliches Leben und Diakonie

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11.10.2021

Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt.

Sprüche 16,9

Über den englischen Maler James Thornhill ist folgendes überliefert:

Thornhill erhielt den Auftrag, die Kuppel in der St. Pauls-Kathedrale in London auszumalen. Nach vielen Monaten harter Arbeit hatte er einen ersten Abschnitt fertiggestellt. Um zu sehen, wie die Malerei aus der Entfernung wirkt, ging er auf dem Gerüst rückwärts. Seinen Blick fest auf die Kuppel gerichtet näherte er sich, ohne es zu bemerken, dem Rand des Gerüstes. Nur noch einen Schritt weiter und er wäre abgestürzt. Ein Malergehilfe erkannte die Gefahr, griff nach einem Pinsel und zog einen breiten Strich über das Gemälde. Thornhill war außer sich vor Wut und sprang vorwärts, um den Gehilfen von dem Bild wegzureißen. Aber sein Zorn schlug schnell in Dankbarkeit um, als der Malergehilfe nämlich sagte: „Dadurch, dass ich die Malerei verdarb, habe ich Ihnen das Leben gerettet. Hätte ich nur gerufen, so hätten Sie sich wohl umgedreht und wären abgestürzt.“
So macht manchmal auch Gott einen Strich durch unsere schön gestalteten Lebensbilder und Planungen, denn: der Mensch denkt und Gott lenkt - wer kennt das nicht.
Wir Menschen lieben es, unser Leben durchzuplanen. In einem ordentlich geführten Kalender halten wir alles fest, was uns wichtig ist. Mit genauen Planungen fühlen wir uns wohler- solange alles funktioniert. Und dann kommt plötzlich etwas dazwischen und unser Lebensbild gerät ins Wanken. Wir können noch so detailliert denken und planen, die Zukunft liegt nicht allein in unserer Hand.
Im Bibelvers heißt es: Der Herr allein lenkt meinen Schritt- so simpel ist es aber nicht. Gott ist kein Erfüllungsgehilfe unserer Entscheidungen, er befreit uns nicht von der Verantwortung. Und so erleben wir in unserer Lebensplanung so einige Um- und Irrwege, so manche Niederlagen. Aber nicht selten erschließt sich erst im Blick zurück der tiefere Sinn. Wir erkennen, dass vieles ganz anders, aber deshalb nicht schlechter war und es erweist sich auch manche Niederlage und unerfüllter Wunsch als vorteilhaft und segensreich.
Im Vaterunser beten wir: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.“ Nehmen wir also unser Leben aus Gottes Hand an und vertrauen darauf, dass er in unserem Lebensbild zur rechten Zeit seinen Pinselstrich setzt.

Segen:
Dein Wort stärke unser Wort,
deine Hand leite unsere Hand,
dein Segen sei uns zum Segen,
wenn wir Worte sprechen, Hände reichen und zum Segen werden.

Wochenspruch:
Heile du mich. HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. Jer. 17,14

Wochenpsalm: Psalm 32,1-7

Wochenlied: EG 324- Ich singe dir mit Herz und Mund

Eine gute Woche und herzliche Grüße

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter gemeinnützige GmbH

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04.10.2021

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Psalm 103,2

Nicht jeder, nicht jede hat Grund zu danken. Auch wenn es im kirchlichen Kalender steht. Ich kann das auch verstehen. Es soll heute niemand zum Dank verordnet werden. Aber ein wenig Nachdenken könnten wir an diesem Morgen in der Lafim-Diakonie schon - über den Sinn und das Wesen des Dankens.
Im Leben dankbar zu sein ist kein Sahnehäubchen, das ich manchmal drauflege oder verzichte, wann ich will. So geht Dankbarsein nicht. Im Leben dankbar zu sein ist eine Lebenshaltung, ohne die man nicht froh werden kann – nie froh werden kann, denke ich.
Viele kennen den obenstehenden Vers aus dem Psalm 103. Er ruft uns an diesem Morgen zum Nicht-Vergessen und zum Nicht-Übersehen auf. Ich mag heute manches oder vieles als schlimm empfinden, doch erinnert mich der Psalmsatz daran, über meinem Empfinden nicht alles zu vergessen. Dankbarkeit ist die Kunst des Nicht-Vergessens: Meines ganzen Lebens, meiner Freunde und Familie, der Erde und ihrer Früchte, der Musik und der Kunst.
Unzufrieden und bitter werden eher die Menschen, die nur sich sehen, die weder Umsicht haben noch Weitblick. Auch wenn ich heute und morgen vor Undankbarkeit jammern könnte oder wütend bin – ich soll die Tage, Monate oder Jahre nicht vergessen, in denen mir das Glück und die Gnade wie zu Füßen lag.
Undankbarkeit ist ein Vergessen der Gnade. Daran muss Gott den Hiob erinnern, als der im Klagen zu versinken droht. Daran muss Jesus den Kornbauern erinnern, der über seiner Gier sein vieles Glück vergisst. Dankbarkeit ist ein Erinnern der Gnade. Sie ist Umsicht und Weitblick.
Ich sollte nicht darüber entscheiden, ob ich dankbar sein will oder nicht. Ich sollte es sein, so gut es geht. Nicht für alles, aber für vieles, was ich erlebt habe. Denn meine Seele, vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Wir beten:                Lesen Sie einmal den Psalm 103 in Ruhe durch.

Wochenspruch:     Alle Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit    Psalm145,15

Wochenpsalm:       Psalm 104  -  EG 743

Wochenlied:            EG 502  -  Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit

Download:              ANgeDACHT 2021-40

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Fliedners Lafim-Diakonie

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27.09.2021

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

1.Johannes 5,4c

Sie kennen bestimmt den Spruch „Glauben heißt nicht Wissen“ er ist also nicht beweisbar, aber spürbar. Davon berichten Menschen in der Bibel, manche haben durch ihre Eltern oder Großeltern davon erfahren oder im Konfirmandenunterricht und manchmal weiß man gar nicht genau, seit wann Glauben bei einem im Leben eine Rolle spielt.
Glaube ist für mich eine innere Überzeugung, er gibt mir Trost, Kraft, Mut und Selbstvertrauen. Ich kann darauf vertrauen, dass Gott mich beschützt und behütet, auch wenn ich das nicht immer gleich wahrnehme, meistens nur im Nachhinein. Er hilft mir in schwierigen Situationen nicht zu verzagen und in der Gewissheit ich bin getragen und nicht allein gelassen, gibt er mir immer wieder Hoffnung auch neu anzufangen.
Ein anderer Aspekt ist, wenn ich den Glauben ernst nehmen will, muss ich auch handeln. Er braucht, um sichtbar zu sein, Hände, die zupacken, wo Hilfe gebraucht wird; wir dürfen nicht zuschauen wo Ungerechtigkeit herrscht oder wo Menschen unsere Zuwendung brauchen. Es heißt an andere Stelle in der Bibel: <an Ihren Werken werdet ihr sie erkennen>
Johann Sebastian Bach hat das in einer Kantate aufgenommen „Herz und Mund und Tat und Leben muss von Christo Zeugnis geben ohne Furcht und Heuchelei das er Gott und Heiland sei“.
Glauben kann unser Leben reicher machen, wir brauchen uns nicht vor der Zukunft zu fürchten. Und das erste Wort im Text lautet Unser Glaube, das bedeutet, wir sind nicht allein, wir sind eine Gemeinschaft, eine Gemeinde - so hat es vielleicht auch der Schreiber des Johannesbriefes gemeint. Er wollte die Christinnen und Christen ermutigen, bleibt im Gespräch, erzählt von den großen Taten Gottes, von eurem Glauben und beteiligt euch dort, wo ihr lebt. So können wir die Welt bewahren und gerechter machen – überwinden.

Stimmen Sie mit ein in das Lied
Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unserer Zeit;
brich in deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann.
Erbarm dich Herr.

 

Wochenspruch:     Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.     1.Joh. 5,4c

Wochenpsalm:       Psalm 138

Wochenlied:            EG 346 - Such, wer da will, ein ander Ziel

Download:               ANgeDACHT 2021-39

 

Zu Beginn dieser Woche grüße ich Sie herzlich

Christiane Soyeaux
Christliches Leben und Diakonie

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20.09.2021

Mögen aus jedem Samen, den Du säst, wunderschöne Blumen werden, auf dass sich die Farben der Blüten in Deinen Augen spiegeln und sie Dir ein Lächeln auf Dein Gesicht zaubern.

Irischer Segenswunsch

Die Sonnenblumen- Farben des späten Sommers und des beginnenden Herbstes. Es lohnt sich, diese Blume genauer zu betrachten. Sonnenblumen verbreiten Lebensfreude, stehen für Kraft, Wachstum und können auch etwas über uns und unsere Beziehung zu Gott sagen.
Sonnenblumen leuchten. Ihr weithin gelb strahlender Blütenkranz umgibt eine dunkelbraune Mitte, in der später die Kerne reifen. Die großen Blüten brauchen einen kräftigen grünen Stängel mit festen Blättern. Die Blätter sind versetzt ange­ordnet, sie verdecken sich nicht, bekommen alle gleichviel Sonne und Regen. Eine Voraussetzung dafür, dass die Pflanze in nur einem Sommer so prächtig wachsen kann. Dabei leistet sie erstaunliches. Eine große Sonnenblume schafft es, das CO² aus 100 Kubikmetern Luft zu binden. In ihrer Blüte können 2000 Kerne reifen. Und- nicht selten begegnen uns Sonnenblumen auf Augenhöhe.
Jede einzelne Blüte hat viele Blütenblätter, die sie erst richtig erstrahlen lassen. Dabei kommt es auf jedes einzelne Blütenblatt an. Keines darf fehlen, denn ge­meinsam öffnen und schließen sie die Blüte und schützen so das kostbare Innere, die Samenkörner. Jedes einzelne Korn trägt den Keim einer neuen Pflanze für das kommende Jahr in sich. Die Kerne der Sonnenblume sind netzförmig ange­ordnet und geben sich gegenseitig Halt. Gelingt es einem Vogel einen oder mehrere herauszulösen, dann sitzen auch die anderen Kerne locker.
Wenn eine Sonnenblume den Kopf sinken lässt, dann beginnt ihre wichtigste Zeit: die Kerne reifen. Sie sind wertvoll für Mensch und Tier. Fällt das eine oder andere Korn zur Erde, wird dort im nächsten Jahr eine neue Sonnenblume erstrahlen.
Werden, Vergehen und Weitergeben, das schafft die Sonnenblumen in einem Sommer. Dazu wohnt dieser Blume etwas inne, das auch uns als Lebensprinzip dienen kann. Alles Gute kommt von oben - heißt es in einem Sprichwort und so ist es auch. Die Sonnenblume bezieht ihre Lebenskraft, Energie von der Sonne her. Unsere Sonne ist der Glauben, von Gott gewinnen wir Lebensenergie und Lebensmut. Und selbst wenn der Himmel bedeckt und von Wolken verhangen ist, richtet sich die Sonnenblume nach dem Licht. Was für eine Kraft, selbst an dunklen Tagen an der Gewissheit festzuhalten: das Licht ist da. Wie die Sonnen­blume, so dürfen auch wir uns hoffnungsvoll in die Richtung wenden, aus der das Licht zu erwarten ist. Die Sonnenblume: ein Gleichnis für unsere Beziehung zu Gott. Wie das Licht am Himmel nicht verschwindet, sondern höchstens verborgen ist, so hält Gott uns in seinen Händen - auch dann, wenn wir ihn nicht erkennen können. Wir dürfen uns sicher sein: er trägt und behütet uns.

Segen:
Der Herr segne jeden deiner Tage in dieser Woche.
Er öffne dir die Augen, für alles Hilfreiche und Gute, das die widerfährt.
Er gebe dir ein dankbares Herz und schenke dir den Mut, diese Dankbarkeit auch nach außen zu tragen.
Am Ende eines jeden Tages mögest du zufrieden zurückblicken und eines nicht vergessen:
Deinem Herrn und Gott zu danken!

 

Wochenspruch:     Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein vergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.     2. Tim 1,10b

Wochenpsalm:       Psalm 68,4-7.20-21.35-36

Wochenlied:            EG 115 – Jesus lebt, mit ihm auch ich

Download:               ANgeDACHT 2021-38

Mit den besten Wünschen für eine segensreiche Woche

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter gemeinnützige GmbH

 

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13.09.2021

Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.

Römer 11,18

Ein Garten tut gut. Oder ein Balkon: Dort kann ich mit den Nachbarn Kaffee trinken, Gemüse anpflanzen oder in einem Liegestuhl entspannen. Ein Garten muss gepflegt werden. Das kann Spaß machen; gleichzeitig ist es viel Arbeit. Immer wieder muss man die Büsche und die Hecke zurecht­ schneiden, das Unkraut zupfen, die Beete umgraben, damit etwas wächst. Säen, gießen, düngen, Stauden hochbinden und alte Bäume stützen.
Eine diakonische Dienstgemeinschaft ist wie ein Garten. Man kann viele Stunden darin verbringen. Bei einer Andacht, beim gemeinsamen Feiern, beim Kaffee in der Frühstücksrunde, beim gemeinsamen Arbeiten an einem Projekt und allein im Büro beschäftigt mit Alltagsaufgaben. Die Lafim-Diakonie lädt ein. Sie ist wie ein Garten, in den jeder kommen kann, um sich einzubringen, und manchmal auch Freud und Leid miteinander zu teilen.
Ein diakonisches Unternehmen zu führen bedeutet viel Arbeit. Wie ein Garten müssen ihre Gebäude gehegt und gepflegt werden: vom Austausch der Fenster über gute Aufenthaltsräume für Beschäftigte in den Werkstät­ten bis zu einem neuen Haus, das für die Kindertagesstätte gefunden werden oder eine Werkstatt ganz anders geplant und gebaut werden muss.
Und auch die Menschen in unseren Häusern, die Mitarbeitenden, die Be­schäftigten, Bewohnerinnen und Bewohner, Kinder, Eltern und Angehörige wollen gehegt und gepflegt werden. Der neue Mitarbeiter wird eingearbeitet. Jubilare zu ihren Ehrentagen besucht und Geburtstagskarten vorbereitet. Mitarbeitende und Partner freuen sich über ein aufbauendes Wort oder ein offenes Ohr.
Mitarbeitende tun viel, damit die gemeinsame Arbeit wächst und blüht und das Ziel nicht aus den Augen verloren wird. Aber es gibt auch andere Zeiten. Da herrscht Dürre. Es gibt Meinungsverschiedenheiten, sogar Streit. Einer fühlt sich nicht gesehen, eine andere nicht verstanden. Im Raum steht: Was sollen wir entscheiden? Immer wieder die Frage - Wie miteinander arbeiten und kommunizieren? Wer glaubt und macht es denn nun richtig?
Das haben sich auch schon die Christen in den ersten Gemeinden gefragt. Einige von ihnen waren ursprünglich Juden. Andere glaubten vor ihrer Taufe an griechische oder römische Götter. Sie wollten wissen, welche ihrer Lebens- und Glaubensgeschichten denn nun mehr Gewicht und Bestand hat. Der Apostel Paulus schreibt ihnen dazu: „Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.“
Als Christen sind wir in aller Unterschiedlichkeit verbunden durch den Glauben an Gott. Er ist die Wurzel allen Seins und die Basis, die alles trägt. Darauf kommt es an. – Der himmlische Gärtner hat uns zusammengefügt. Wir können darauf vertrauen, dass er es sehr gut mit uns meint.

 

Gebet: Gott, du weißt um unser Denken und Planen, um unser Tun. Lass es dir zur Ehre sein. Halte uns zusammen, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, wenn wir Verschiedenes wollen, wenn wir streiten. Segne unseren gemeinsamen Dienst in der Diakonie und alle, die in ihr arbeiten und leben. 

Wochenspruch:     Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch. Petrus 5,7

Wochenpsalm:       Psalm 127, 1-2

Wochenlied:            EG 369  -  Wer nur den lieben Gott lässt walten

Download:                ANgeDACHT 2021-37

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich
Diakon Olaf Eggert
Fliedners Lafim-Diakonie aus Brandenburg an der Havel.

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06.09.2021

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Psalm 103,2

Zum Loben und Danken werden wir in diesem Vers aufgerufen und unser Blick wird auf das Gute gelenkt, was wir erfahren haben. Lassen Sie uns kurz innehalten und mal überlegen, wofür wir loben und danken können in unserem Leben.
Für all das was geschaffen ist, für das Wasser, die Erde, die Sonne, den Mond, die Natur - dies Alles ist da ohne unser Zutun und ohne das wir nicht leben könnten. Auch können wir dankbar sein, wenn uns etwas gut gelingt, wenn wir nicht allein sind, gemeinsam etwas schaffen, uns um andere kümmern dürfen und vieles mehr.
Manches „Gute“, was uns im Leben begegnet, ist uns nicht immer bewusst. Doch im Rückblick kann man erkennen, wie man in manchen Situationen bewahrt wurde. Krankheiten konnten überstanden werden, dies ist nicht immer easy, aber man hatte genug Kraft oder andere Krisensituationen, in denen man am Ende war, wo man dachte, es geht nicht weiter und dann gab es Lösungen. Menschen standen an unserer Seite, bauten uns auf, man traute sich wieder mehr zu. Sicher wissen Sie, wovon ich rede. Das Klagen und Jammern liegen uns manchmal mehr und es fällt einem schnell ein was nicht funktioniert. Doch da sagt uns der Psalmbeter: vergiss nicht, was Du Gutes erfahren hast und woher Du täglich neue Kraft schöpfst.
Geht es Ihnen nicht auch so, wenn man dankbaren, zufriedenen Menschen begegnet, die Optimismus und Freude ausstrahlen und ein Lächeln auf dem Gesicht haben? Dann fühlt man sich auch gleich besser. Gott gibt uns viele Gründe, dankbar zu sein. Darum wollen wir ihn loben.
Vielleicht stimmen Sie mit mir in das bekannte Kirchenlied: Lobet den Herren, den mächtigen König“ ( EG 317) mit ein:

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
meine geliebete Seele, das ist mein Begehren.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf, lasset den Lobgesang hören!  

Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret?

Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet!

 

Wochenspruch:     Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.   Psalm 103,2

Wochenpsalm:       Psalm 146  -  EG 757

Wochenlied:            EG 333 – Danket dem Herrn! Wir danken dem Herrn

Download:               ANgeDACHT 2021-36

 

Zu Beginn dieser Woche grüße ich Sie herzlich

Christiane Soyeaux
Stabsstelle Christliches Leben und Diakonie

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30.08.2021

Wir achten die Unterschiedlichkeit von Menschen und nehmen sie in ihrer Vielfalt an. Leitbild Lafim-Diakonie
Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre.

Röm. 15,7

Das ist gar nicht so einfach mit der Unterschiedlichkeit der anderen klar zu kommen. Deshalb hat der Apostel Paulus das, was wir als einen erstrebenswerten Ist-Zustand in unser Leitbild geschrieben haben, auch als Ermahnung formuliert. Den anderen annehmen, so wie er ist, ist schwer. Vor allem, wenn er uns fremd ist. Vielleicht geht er uns auf die Nerven mit seinem Gerede oder wir teilen seine Überzeugungen und seine Weltsicht nicht. Er oder Sie kommt aus einer anderen Kultur mit anderen Wertvor­stellungen oder ist eben einfach anders.
Die Forderung des Paulus an uns ist wahrlich eine Zumutung und ganz und gar nicht selbstverständlich. Es ist eben so, dass Jesus gefordert hat, selbst die eigenen Feinde zu lieben. Sein Liebesgebot ist streng genommen kein „Nächstenliebegebot“, sondern ein „Fernstenliebegebot“.
Aber wie soll das gelingen? Wir müssten ja dauernd über den eigenen Schatten springen.
Paulus erläutert das in der zweiten Hälfte seiner Ermahnung. Wir können das, weil es Christus mit uns vor gemacht hat. Er ist gleichsam für uns über unseren Schatten gesprungen. Wir sagen, er hat unsere Sünden auf sich genommen, er ist dafür den Weg ans Kreuz gegangen. Er hat uns ange­nommen so wie wir sind. Ganz konkret wurde das in Jesu Handeln: Menschen, die wegen ihrer Krankheit niemand berührte – er fasste sie an und heilte sie. Menschen, die ausgestoßen waren wegen ihres Berufes; Huren oder Zöllner – Jesus sprach mit ihnen und kehrte bei ihnen ein. Das Neue Testament ist voll von solchen Geschichten.
Jesus hat es uns vorgemacht und er hat es für uns gemacht.
Vielleicht lernen wir einfach die Unterschiedlichkeit des oder der anderen als Bereicherung zu begreifen, wenn wir zulassen, dass die Menschen eben einfach unterschiedlich sind. Wahrscheinlich war das auch Gottes Absicht – die Vielfalt der Menschen ist Gott gewollt, er liebt sie alle, Schwarze und Weiße, Alte und Junge, Muslime und Christen, wie Dich und mich.

Wochenspruch:     Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Matthäus 25,40b

Wochenpsalm:       Psalm 112

Wochenlied:            EG 412 - So jemand spricht

Download:              Angedacht 2021-35

 

Zu Beginn dieser Woche grüße ich Sie herzlich

Pfarrer Matthias Welsch
Vorstand Personal und Diakonie
LAFIM Diakonie

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23.08.2021

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25,40

Unsere Hände sind fleißig. Sie arbeiten den ganzen Tag…
Hände können zufassen, aufheben, ablegen.
Hände können aber auch ruhen, still sein und halten.
Hände können begrüßen und sich schütteln,
sie können großartige Dinge herstellen und Dinge verschenken.
Hände können freundlich winken, können trösten.
Hände können auf andere herablassend zeigen und sie können sich wehren.
Manchmal braucht man die ganze Hand, wie beim Autofahren.
Manchmal braucht man nur die Finger, wie beim Tippen auf der Tastatur.
Und: Hände können sich falten und zum Beten ruhen.

„Ich habe keine anderen Hände als die Euren.“
St. Ludgeri ist einer der ältesten katholischen Sakralbauten im westfälischen Münster. Dort befindet sich in einer Kapelle eine geschnitzte Christusfigur. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche fast zerstört und die Christusfigur verlor beide Arme, ein Bombensplitter durchschlug die Brust. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau und auch die Christusfigur sollte restauriert werden. Dann beschloss die Kirchengemeinde, die Figur in ihrer beschädigten Form zu belassen und stattdessen auf dem Querbalken des Kreuzes eine Inschrift anzubringen. Der Text lautet: „Ich habe keine anderen Hände als die Euren“.

„Ich habe keine anderen Hände als die Euren“. Dieser zeitlose Satz ist Aufforderung und Auftrag an uns alle Jesu Werk fortzusetzen und in seinem Namen zu handeln. Was wir mit unseren Händen leisten, soll nicht nur dem eigenen Selbsterhalt dienen, wir sollen durch unserer Hände Arbeit den Glauben sichtbar machen und weitertragen. Dabei geht es im Alltag nicht um die
großen ruhmreichen Taten, vielmehr geht es darum, die Probleme des Alltags anzupacken und die Nächstenliebe, über die wir immer viel sprechen, Praxis werden zu lassen. Und das kann ganz simpel mit echtem Interesse und Anteilnahme anfangen. Dass man jemandem wirklich zuhört und ihn ausreden lässt. Dass man sich nicht selbst in den Mittelpunkt drängt, sondern dem Anderen Raum gibt, dass man offen ist für den Anderen und seine Lebenssituation. Nächstenliebe muss also nicht schwer sein, gerade so, wie es in einem afrikanischen Sprichwort heißt:
„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern.“

 

Gebet:
Christus hat keine Hände, nur unsere Hände, um seine Arbeit heute zu tun.
Er hat keine Füße, nur unsere Füße, um Menschen auf seinen Weg zu führen.
Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen, um Menschen von ihm zu erzählen.
Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe, um Menschen an seine Seite zu bringen.

Wochenspruch:     Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen,
und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.  Jesaja 42,3a

Wochenpsalm:       Psalm 147, 1-6.11

Wochenlied:            EG 289  -  Nun lob, mein Seel, den Herren

Download:               ANgeDACHT 2021-34

 

Herzliche Grüße und eine gute Woche wünscht

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter gemeinnützige GmbH

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16.08.2021

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

1. Petr. 5,5b

Immer wieder heißt es im Arbeitsleben, bestimmt auch in der einen oder anderen Einrichtung der Lafim-Diakonie: „Die jungen Leute heute wollen gar keine Verantwortung mehr übernehmen. Wir wissen nicht wo das noch hinführen soll, woher sollen die Führungskräfte der Zukunft kommen?“
Wer das sagt? Das sind oft die Älteren, die in der Verantwortung stehen.
Wenn man genauer hinsieht und nachfragt, dann erfährt man: Die jungen Menschen wollen sehr wohl Verantwortung übernehmen. Sie wollen jedoch in einem System mit alten Regeln nicht mehr mitspielen. Partizipation ge­hört für die sogenannten Millennials zur Verantwortung dazu.
Einen ähnlichen Generationenkonflikt gab es wohl auch in der Gemeinde, an die der 1. Petrusbrief den Satz des Wochenspruches adressiert hatte. Sowohl die älteren Leiter der Gemeinde als auch die Jungen werden ermahnt. Die älteren Leiter der Gemeinde sollen ihr Amt nicht missbrauchen. Sie sollen ihren Dienst mit Augenmaß versehen und dabei die Bedürfnisse aller im Blick haben. Ebenso werden die jüngeren Gemeindemitglieder aufgefordert, sich nicht den Älteren zu widersetzen und deren Leitung zu respektieren. Beide Seiten werden also davor gewarnt, hochmütig zu sein. Niemand soll sich über den anderen stellen. Niemand soll von sich denken, dass er besser ist oder es besser kann als die anderen, denn: Gott widersteht den Hochmütigen.[1]

Das heißt auch, die Jungen können nur Verantwortung übernehmen, wenn die Alten sie auch lassen und akzeptieren, dass sie es anders machen werden und dabei nicht weniger gut. Gleichzeitig können die Jungen von der Erfahrung der Alten profitieren, wenn sie sich auf sie einlassen. Auf jeden Fall gehört zur Demut viel Geduld miteinander zu haben.
Es kommt darauf an ein gutes Miteinander zwischen den Generationen zu finden, mit gegenseitigem Respekt und dem Akzeptieren-können der unterschiedlichen Sichtweisen. Dazu ermahnt dieser Satz des Petrus­briefes uns ganz konkret in dieser Woche. Vielleicht wäre das auch ein Thema für das Miteinander der Generationen in unseren Einrichtungen in Personal- oder Dienstgesprächen?

 

Wochenspruch:     Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.    1. Petr. 5,5b

Wochenpsalm:       Psalm 145  -  EG 756

Wochenlied:            EG 299 - Aus tiefer Not schrei ich zu Dir

Download:               ANgeDACHT 2021-33

 

Zu Beginn dieser Woche grüße ich Sie herzlich

Pfarrer Matthias Welsch
Vorstand Personal und Diakonie, LAFIM Diakonie

 

[1] Diese Passage teilweise aus: https://rundfunkdienst.ekbo.de/fileadmin/ekbo/mandant/rundfunkdienst-berlin.de/Das_Wort_Text/Martin_Kendzia_12.8.2018.pdf

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09.08.2021

„Gott hat die Zeit geschaffen und der Mensch die Hast“

irisches Sprichwort
In einem Artikel war zu lesen:

Während eines Besuches in Deutschland wurde eine Afrikanerin gefragt, was ihr bei uns besonders auffiel. Sie antwortete spontan: „Hier ist alles so pünktlich. Wenn der Gottesdienst um 10:00 Uhr angesetzt ist, dann beginnt er um 10:00 Uhr und endet ebenso pünktlich. Bei uns können die Leute auch um 11:00 Uhr oder 12:00 Uhr kommen. Es ist immer noch Gottesdienst und immer ein anderer redet. Ihr in Deutschland habt die Uhr und wir die Zeit!“
Nun sind sicher nicht nur wir Deutschen pünktlich, aber irgendwie stimmt es eben doch: für uns ist oft Zeit gleich Uhr. Dabei hat Gott weder die Uhr noch den Terminkalender geschaffen. Das haben wir ganz allein hinbekommen. Sein großes Geschenk an uns ist die Zeit. Die Zeit - eine kostbare Gabe, die wir aus Gottes Hand nehmen und auch wieder in Gottes Hand legen.
Der Alltag sieht aber oft anders aus. Wir kennen das: unser Termin­kalender, meist elektronisch verwaltet und immer griffbereit. Er hat zweifellos etwas sehr Verführerisches an sich, ganz so, als wären wir der Herr über unsere Zeit. An manchen Tagen gibt es kaum noch ein Zeitfenster, sei es dienstlich oder privat.
Will man sich mit Freunden treffen, wird erst einmal ein Termin gemacht, jeder greift zu seinem Kalender. Schwierig wird es, spontan einen Termin mit mehreren Leuten zu finden. Da muss schon langfristig geplant werden.
Unser Jahr hat 51 Wochen. Wie schnell diese Zeit verplant ist, merken wir schon zum Jahresbeginn. Jetzt sind wir im August und der Rest des Jahres sieht nicht besser aus. Also: eine gute Einteilung ist wichtig.
Vielleicht hilft uns bei der Entscheidungs­findung das Bibelwort aus dem Psalm 31, Vers 16: „Meine Zeit steht in deinen Händen.“ Auch wenn wir uns als Herr unseres Kalenders fühlen, sollen wir uns immer wieder bewusst machen:
nicht wir sind Herr unserer Zeit. Alle Zeit ist uns von Gott gegeben, sie ist uns anvertraut, ein kostbares Geschenk und sie ist begrenzt. Darum ist es so wichtig, dass wir sie sinnvoll einsetzen, ihr einen Wert geben und sorgsam mit ihr umgehen. Das erwartet Gott von uns und er erwartet auch, dass wir sie mit anderen, unserem Nächsten, teilen. Wäre es nicht gut, wenn unser Kalender auch ein Zeitfenster “Zeit verschenken“ hätte?

Gerade jetzt in der Urlaubszeit bietet sich die Gelegenheit, mit der Zeit einmal ganz anders umzugehen. Morgens klingelt kein Wecker, endlich Zeit für die schönen Dinge des Lebens: Lesen, Reisen und vieles andere. Vielleicht auch mehr Zeit mit Freunden verbringen und auch neue Freundschaften schließen oder einfach mal meinem Nächsten sagen: „Ich habe Zeit für dich!“

Segen         Lass in uns das Vertrauen wachsen, dass wir auch in großer Ungeduld segensreiche Momente erleben können. Denn alle Zeit liegt in deinen Händen.

 

Wochenspruch:   Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!    Ps 33,12

Wochenpsalm:    Psalm 122

Wochenlied:          EG 429- Lobt und preist die herrlichen Taten

Download:             ANgeDACHT 2021-32

Herzliche Grüße und eine gute Zeit wünscht

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter gemeinnützige GmbH

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02.08.2021

Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.

Psalm 73,23-24

Eigentlich gefällt mir der Psalm, weil er so lebensnah ist.
In Psalm 73 berichtet Asaph, ein Mann, der im Tempel von Jerusalem Vorsänger und Chorleiter ist; heute würden wir sagen: ein Kantor. Eigentlich geht es ihm gut. Doch manchmal beschleicht ihn ein Gefühl, bei Anderen läuft es besser: Familie, Karriere, Freunde – Alles läuft blendend. Andere haben scheinbar mehr Glück im Leben. Ertappen wir uns nicht auch manchmal dabei, es könnte doch auch Manches einfacher sein? Besonders dann, wenn die Dinge nicht rund laufen, wenn sie uns nicht so gut von der Hand gehen. Wenn ich abgespannt und müde oder auch einfach gerade etwas empfindlicher und gereizt bin, kommt es immer wieder vor, dass ich kurzsichtig und mit eingeschränktem Blick auf das schaue, was um mich herum passiert. Manchmal bin ich enttäuscht, mutlos oder unzufrieden und versinke wie Asaph in Selbstmitleid. Aber Asaph hat eigentlich keinen Grund zur Klage, wie wir auch nicht. Er hat einen guten Job, wie man landläufig sagt, satt zu essen, zu trinken und ein Dach über dem Kopf. Er fragt sich: Sollte der Segen Gottes nicht irgendwie auch sichtbar sein im Leben der Menschen, die mit Gott unterwegs sind? Sollte es uns nicht besser gehen? Macht es einen Unterschied, ob ich mit Gott unterwegs bin oder nicht?

Doch er geht in den Tempel, hält inne und fragt nochmal nach der Botschaft Gottes. Er erkennt, dass das Unterwegssein mit Gott ihn fröhlich macht, weil es nie ein Ende hat, nicht in schwierigen Zeiten oder in Not und auch nicht am Ende des Lebens. Und dann werden Neid und sein Klagen zu einem Lob umgewandelt.
So rüttelt Gott mich immer wieder wach und erinnert mich daran, dass er doch den besseren Überblick hat. Er sieht weiter als ich. Gott geht mit mir und hält mich bei meiner rechten Hand. Ist das nicht eine großartige Zusage von Gott?

 

Wochenspruch:     Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.  Lukas 12,48

Wochenpsalm:       Psalm 63 -  EG 729

Wochenlied:            EG 397  -  Herzlich lieb hab ich dich, o Herr

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26.07.2021

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.
Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.

1. Korinther 6,12

Beim Lesen wirft das doch sofort die Frage auf: Ist mir alles erlaubt?
Ich denke nicht. Gerade jetzt spüren wir wie es sich anfühlt, wenn wieder etwas erlaubt ist, was uns vorher eingeschränkt hat. Doch der Satz geht weiter - aber nicht alles dient zum Guten - ist nützlich oder förderlich.
Das galt damals der Gemeinde in Korinth an die Paulus dieses schreibt und das gilt auch für uns heute noch.
Klar, wir haben viele Freiheiten, zum Beispiel die wiedergewonnene Freiheit des Reisens. Aber ist das immer gut, mit dem Flieger oder mit dem Schiff auf Kreuzfahrt zu gehen oder möglichst weit weg mit dem Auto zu fahren? Oder wie sieht es mit uns selbst aus? Was ist gut für uns und wissen wir das immer? Wie gehen wir selbst mit uns um? Achten wir auf unsere Gesundheit? Ruhen wir uns genug aus? Pflegen wir unsere Seele? Nehmen wir uns Zeit für „Gott und die Welt“ und fragen wir danach, was zum Guten dient?
Ganz klar, was zum Guten dient und was wir machen sollen, findet man auch in der Bibel im Gleichnis vom Gericht des Menschensohnes über die Völker (Matthäusevangelium 25,31-46). Sie kennen das vielleicht unter der Überschrift „Die sieben Werke der Barmherzigkeit“: denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben …
Bischof Joachim Wanke hat gemeinsam mit Mitarbeitenden aus der Caritas folgende Sätze zusammengetragen: Einem Menschen sagen: Du gehörst dazu. Ich höre dir zu. Ich rede gut über dich. Ich gehe ein Stück mit dir. Ich teile mit dir. Ich besuche dich. Ich bete für dich. Das Alles dient dem Guten mit Blick auf den Nächsten.

Und im zweiten Satz heißt es „aber nichts soll Macht haben über mich“.
Wir sind frei mit unserer Zeit, mit unserem Geld und allen Zwängen, die uns scheinbar bestimmen. Was kann daraus Gutes entstehen? Wir können unseren Glauben damit in die Tat umsetzen und Gott darum bitten, dass es uns gelingt.

 

Wochenspruch: Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Eph 5,8b.9

Wochenpsalm:  Psalm 48,2–3a.9-15

Wochenlied:       EG 262/263  -  Sonne der Gerechtigkeit

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Es grüßt Sie zum Wochenbeginn

Christiane Soyeaux
Leiterin der Stabsstelle Christliches Leben und Diakonie

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19.07.2021

Gott hat uns das Wort gegeben, damit wir miteinander sprechen, leben und arbeiten können. Was für eine Gabe!

Phil Bosmans

Wertvolle Begegnungen

Geplant sind solche Begegnungen eher nicht und umso mehr bin ich immer wieder erstaunt, wie wertvoll und wichtig sie sind.
Ein Kurzurlaub im Schwarzwald. Oberhalb von Wolfach verläuft der Jakobs­weg und dort steht die St. Jakobuskapelle. Daneben ein Wohnhaus mit dem Türschild: “Hier wohnt Bruder Otto“ und die freundliche Einladung einzutre­ten. Bruder Otto lebt hier als Eremit und ist einer, der nach einer aufregenden Lebensreise seinen Platz gefunden und die Einsamkeit für sich entdeckt hat.
Er lässt uns teil haben an seiner Geschichte: Seine Kindheit verbrachte Otto bei den Großeltern. Später lernte er in Freiburg Buchdrucker, Schriftsetzer und Buchbinder. Es folgte eine wilde Zeit: er schloss sich der Punk-Szene an. Er berichtet von Demos, Hausbesetzungen, von Perspektivlosigkeit und persönlichen Schicksalsschlägen.
Doch dann hatte er seine wertvolle Begegnung mit einem japanischen Zen-Mönch. Der Mönch forderte ihn immer wieder auf, in sein Kloster nach Kyoto zu gehen. Irgendwann gab er nach, packte ein paar Sachen und wollte für zwei Wochen nach Kyoto. Daraus wurden dann fast drei Jahre und aus dem Punk wurde ein Mönch.
Als er zurück nach Freiburg kam, erinnerte nichts mehr an ihn. Seine alten Freunde meinten, er wäre gestorben. So ging er fort, machte Karriere und leitete schließlich eine große Druckerei. Er verdiente mehr als er verbrauchen konnte. Trotz Wochenendtrips im Maßanzug nach New York und schnellen Autos - das war nicht das Leben, das er wollte und so ging er einen ungewöhnlichen Schritt. Er verschenkte die Firma und sein Vermögen an die Belegschaft.
Er selbst verbringt nun Zeit in wechselnden Klöstern und entschließt sich für den Orden der Franziskaner. Er hat dann eine weitere prägende Begeg­nung: Mutter Theresa. Bruder Otto erzählt uns von der gemeinsamen Arbeit in Kalkutta, bringt uns Mutter Theresa aus ganz persönlicher Sicht nahe, beschreibt das unfassbare Elend in den Straßen und auf den Plätzen.
Bruder Otto berichtet von weiteren Reisen, von Tibet und zwei Mal den Franziskusweg nach Assisi. Es gibt wenig, was Bruder Otto nicht erlebt hat und ich freue mich auf sein Buch, dass bald erscheinen wird.
Wir wollen uns verabschieden. Aus einem geplanten kurzen Besuch wurden einige Stunden. Aber so einfach lässt er uns nicht gehen. Wir läuten zum Abschied die zwei Glocken der St. Jakobuskapelle und Bruder Otto sagt: „Damit die im Tal hören, dass ich Besuch habe.“

 

Segen

Unser Alltag ist voll unverhoffter Begegnungen mit Menschen,
die wir lange nicht gesehen haben, aber auch mit Menschen,
die wir nicht kennen.
Mit manchen kommt es zu einem längeren Gespräch,
mit anderen bleibt nur Zeit für ein paar Sätze.
Herr, lehre uns dankbar zu sein für diese Momente
und sie als Bereicherung für unser Leben anzusehen.
Segne uns und alle, denen wir in dieser Woche begegnen.

 

Wochenspruch:     So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.   Eph 2,19

Wochenpsalm:    Psalm 107, 1 – 9

Wochenlied:         EG 418  -  Brich dem Hungrigen dein Brot

Download:             ANgeDACHT 2021-29

 

Eine gute Woche mit wertvollen Begegnungen wünscht

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter gemeinnützige GmbH

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12.07.2021

So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Jesaja 43,1

Ich lese den Wochenspruch, schlage die Bibel auf und lese, wie es weitergeht: Jesaja 43,2: „Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei Dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.“
Eine stärkende und mutmachende Zusage: „ich will bei Dir sein“, die so viel Kraft gibt und die für mich auch eine Aufforderung ist: Trau Dich, auch mal „gegen den Strom zu schwimmen“ oder „durchs Feuer zu gehen“, versuch es, wenn Du es von ganzem Herzen willst, schaffst Du es. „Fürchte Dich nicht, …; ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen.“, heißt es im Wochenspruch.
Gestern saß ich in einem Gremium, hörte viel zu, schwieg und spürte, wie mein Herz schneller schlug, weil ich dem Gesagten so gar nicht zustimmen konnte und eine ganz andere Sicht hatte. Eigentlich hatte ich kein Rederecht, war nur Gast. Doch dann hebe ich den Arm, bekomme das Wort und sage, was ich dazu denke. Wie sehr mich das Gesagte ärgert, wohin das aus meiner Sicht führt und was ich mir wünsche. Es waren nur ca. 2 Minuten, mein Herz schlug schnell, die Blicke sind auf mich gerichtet, ich spüre Unverständnis und Zustimmung im Raum. Keiner sagt etwas. Mir ist heiß. Es folgt ein Moment der Ruhe. Der Moderator dankt mir, einige nicken mir freundlich lächelnd zu und es geht weiter im Programm. Tja, was denken Sie, hat es was genutzt? Ich weiß die Antwort nicht, doch ich kann Ihnen versichern, es hat sich gut angefühlt. Ein bisschen wie durchs Feuer gehen und nicht zu versengen.
Austausch und Auseinandersetzung mit Respekt und Achtsamkeit sind mir im privaten und beruflichen Kontext wichtig. Dadurch hinterfrage ich mich immer wieder neu und verändere mein Denken und Handeln. Manchmal fühlt es sich an, wie das Schwimmen gegen den Strom oder das Gehen durch Feuer, doch im Vertrauen darauf, dass immer „einer mit mir geht, der‘s Leben kennt und mich versteht“ (ein schönes Lied im EG 209). Gelingt es mir mal mehr, mal weniger und es macht mir Freude, so durchs Leben zu gehen.

Ihnen allen wünsche ich von Herzen viel Freude auf Ihrem Weg. Mögen Sie die Herausforderungen der neuen Woche in Ihrer ganz eigenen Art angehen und haben Sie den Mut, das zu sagen und zu tun, was Ihnen am Herzen liegt.
Ihr Herz und Ihre Mitmenschen freuen sich darauf.


Wochenspruch:
  So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!  Jesaja43,1

Wochenpsalm:    Psalm 26

Wochenlied:         EG 200  -  Ich bin getauft auf deinen Namen

Download:            ANgeDACHT 2021-28

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Susann Plew
Sozialer Fachdienst Wohnen, Fliedners Lafim-Diakonie

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05.07.2021

Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.

Römer 12,17b+18

Der Absatz im Römerbrief ist überschrieben „Das Leben in der Gemeinde“.
Wie wir wissen, ist das Zusammenleben, das Miteinander nicht immer leicht; egal ob in der Familie, unter Geschwistern oder auch im Arbeitsleben. Das war schon zu Paulus Zeiten so und deshalb heißt es auch „wenn möglich“.
Ja, wir Menschen haben eben Schwächen und Fehler und da ist es nicht immer leicht, mit allen Menschen im Frieden zu leben. Das gilt für den Weltfrieden genauso wie für unser alltägliches Leben, wobei es immer wieder vorkommt, dass wir nicht immer auf Gutes gegenüber jedermann bedacht sind.
Doch wir sollen uns bemühen, Friedensstifter werden und sein, im Großen und im Kleinen. Das heißt, wir können auf den anderen zugehen, der uns verletzt hat. Wir können um Verzeihung bitten, wenn wir andere verletzt haben. An vielen Orten der Welt gibt es kriegerische Auseinandersetzungen, da sind die Fronten verhärtet, da ist Diplomatie gefragt und ein Eintreten für den Frieden.
Wo Gutes bedacht und getan wird, da verliert der Unfriede, das Böse seine Macht. Und den ersten Schritt zu machen, fällt oft schwer, wenn es mit dem Nachbarn nicht so funktioniert oder in der Familie, auf der Arbeit. Doch wenn wir dem Nächsten freundlich und offen gegenübertreten, fragen was zwischen uns steht, dann gibt es einen Neubeginn und wir spüren wie gut es tut, Frieden untereinander zu haben. Dann können wir unsere ganze Kraft dazu nutzen, um Gutes zu gestalten. Ihnen fallen sicher auch noch viele Beispiele ein.
Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Lassen Sie uns gemeinsam daran denken, was gut ist für den anderen und für uns. Gelegenheiten, Gutes zu tun und sich für ein friedliches Miteinander einzusetzen, gibt es viele, versuchen wir es gemeinsam

Im Segenslied: Komm Herr segne uns heißt es im dritten Vers
Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden,
wie du ihn versprichst, uns zum Wohl auf Erden.
Hilf, dass wir ihn tun, wo wir ihn erspähen,
die mit Tränen säen, werden in ihm ruh‘n.

 

Wochenspruch:  Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.  Epheser 2,8

Wochenpsalm:    Psalm 73  -  EG 733

Wochenlied:         EG 241  -  Wach auf, du Geist der ersten Zeugen

Download:            ANgeDACHT 2021-27

 

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche

Ihre Christiane Soyeaux
Stabsstelle Christliches Leben und Diakonie

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28.06.2021

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Galater 6,2

Lasten tragen kann ganz unterschiedlich aussehen. Da gibt es Lasten, die kann ich sehen, Lasten zum Anpacken. Da werden beispielsweise neue Möbel geliefert, sperrig und schwer. Wie gut, wenn dann jemand mit zufasst. Und dann gibt es Lasten, die man nicht auf Anhieb erkennt. Sorgen in der Familie, im Beruf, Sorgen um die Zukunft oder einfach die Sorge, den Erwartungen nicht gerecht zu werden, alles das belastet.

Dabei wünschen wir uns doch alle ein unbeschwertes Leben, frei von Sorgen und Lasten. Aber wie sagte bereits William Shakespeares: „Der Wunsch ist der Vater des Gedankens.“ Und so liegen Wunsch und Wirklichkeit oft weit auseinander. Das scheint auch schon der Apostel Paulus so erlebt zu haben. Er ruft in seinem Brief an die Galater zum Lasten­ausgleich, zur Entlastung durch ein Miteinander auf. Einer trage des andern Last ist eine Aufforderung an uns alle, tätig zu werden, mit anzupacken. Auch wenn Paulus vor gut 2000 Jahren vielleicht andere Lasten im Blick hatte wie wir heute, so ist seine Aufforderung doch ebenso wichtig wie damals. Es geht um ganz praktische Nächstenliebe. Dazu müssen wir Lasten wahrnehmen und vor allem müssen wir bereit sein, uns auf unseren Nächsten einzulassen. Wir brauchen dafür offene Augen und Ohren, ehrliches Interesse und Aufmerksamkeit sind nötig und kein achtloses und oberflächliches Nebeneinanderher. Wer anderen hilft Lasten zu tragen, lernt viel über das eigene Menschsein.

Einer trage des andern Last- mich spricht diese Wechselbeziehung an, die in diesem Bibelvers steckt. Es geht nicht um Selbstaufopferung und einseitiges sich hingeben. Ein gutes Miteinander ist geprägt von gegenseitiger Unterstützung und Beistand. Wenn nur einer gibt und der andere nimmt, kommt es zu einem Ungleichgewicht. Einer ist der Starke und der andere der Schwache, das ist für keinen gut. Manfred Siebald beschreibt dies in seinem Lied „Gut, dass wir einander haben“ so:

„Keiner trägt nur immer andre; keiner ist nur immer Last.
Jedem wurde schon geholfen; jeder hat schon angefasst.“

Einer trage des andern Last- dieser Vers will uns auffordern, uns gegenseitig zu stützen und zu stärken. Und noch etwas will uns dieser Vers sagen: wir sind nicht allein unter­wegs. Andere gehen mit uns und Jesus möchte, dass ich für meinen Nächsten da bin.

 

Gebet:
Gott, schenke mir Augen, die offen sind für meinen Nächsten;
lass meine Ohren auch die leisen Töne hören,
die oft vom Lärm der Welt verdeckt werden;
lass mein Fühlen frei sein von Vorurteilen und Berührungsängsten;
lass mein Handeln in Ehrfurcht vor meinem Nächsten geschehen.
Gott, lass mich in allem, wie ich bin, wo ich bin und wer ich bin,
deinen Segen spüren und weitergeben.
Amen.

 

Wochenspruch:  Einer trage der anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Gal. 6,2

Wochenpsalm:   Psalm 42, 2 - 6

Wochenlied:        EG 495  -  O Gott, du frommer Gott

Download:            ANgeDACHT 2021-26

 

Eine gute und segensreiche Woche wünscht
Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter

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21.06.2021

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19,10

Dieser Vers steht am Ende der Geschichte von Jesus und Zachäus. Jesus ist auf dem Weg hinauf nach Jerusalem. Jesus hat die "kleinen Leute" im Blick.
Er ist auf dem Weg durch Jericho, einem Naherholungsgebiet der damaligen Zeit. Die Stadt im Jordantal war auch Goldgrube für den Zoll. Dort lebt der Zöllner Zachäus. Er hat einen Wunsch: Jesus einmal aus der Nähe zu sehen. Dafür ist ihm keine Mühe zu groß. Ihm ist es egal, dass er sich lächerlich macht, als er auf einen Baum steigt, weil ihn keiner hier haben will. Jesus sieht Zachäus und hält an. Er lädt
sich bei ihm ein, einem Verachteten und Ausgestoßenen, der den Menschen mehr Geld abnimmt als er muss und es für sich behält. Es ist keine Anfrage, sondern eine Ankündigung. Jesus will Zeit mit Zachäus verbringen. Zachäus ist außer sich vor Freude.

Zachäus erhofft sich etwas von Jesus, sonst hätte er nicht die Kletterpartie auf den Baum auf sich genommen. Größeren Erfolg beim Abpressen der Zölle wird es nicht sein. Nein es scheint so, dass Zachäus Jesus sehnlichst zu sich wünscht. Er, der herz­lose Zolleintreiber sucht Jesus mit dem Herzen. Und Jesus lässt sich finden. Er kommt zu Zachäus. Jesus kommt zu den Menschen, die ihn herbeisehnen und das unabhängig von deren Vorgeschichte.

Jesus verspricht denen, die ihn von Herzen suchen sich finden zu lassen. Er ist nicht an der Vorgeschichte interessiert. Das ist die Umwertung, die Jesus betreibt. Durch seinen Tod am Kreuz wird unsere Vorgeschichte gestrichen. Für denjenigen, der Gott von Herzen gesucht hat, lässt Gott sich in Jesus finden.

Auch von uns will Jesus sich immer wieder finden lassen. Manchmal finden wir ihn in unserem Nächsten, für den wir ein Herz entwickeln. Oft finden wir auch unseren Nächsten in den Geschichten von Jesus, wenn wir sie an unsere Herzen lassen.

Die Begegnung mit Jesus macht aus Zachäus einen neuen Menschen. Für die anderen ist das schwer fassbar. Für sie ist er ein Verbrecher. Sie rechnen nicht mit der verän­dernden Kraft der Liebe Gottes. Derjenige, der aber Gott mit dem Herzen sucht, lässt sich auch von der Liebe Gottes verändern. Zachäus kehrt um. Die Begegnung mit Jesus hat einen anderen Menschen aus ihm gemacht. Er gibt Menschen Geld zurück. Jesus hat ihn selig gemacht, ihm seine Verlorenheit, seine Vorgeschichte abgenommen.

Lassen Sie uns Jesus auch von Herzen suchen. Jesus hat unsere Vorgeschichte am Holz des Kreuzes hängenlassen. Er ist uns voraus auferstanden. Folgen wir ihm nach.

 

Wir beten:
Gott, am ersten Tag der neuen Woche komme ich zu dir.
Ich suche dich mit meinem Gebet. In deinem Wort. In deinem Segen.
Ich öffne dir mein Herz und meine Seele, dass du in mir wohnen kannst.
Du bist mir willkommen. Wenn ich dich bei mir habe, muss ich meine Wege nicht allein gehen. Das gibt mir Mut und einen festen Schritt – heute und alle meine Tage.

Wochenspruch:     Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.   Lukas 19,10

Wochenpsalm:      Psalm 103

Wochenlied:           EG 353  -  Jesus nimm die Sünder an

Download:               ANgeDACHT 2021-25

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich
Diakon Olaf Eggert
Fliedners Lafim-Diakonie gemeinnützige GmbH

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14.06.2021

„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“
Neue Übersetzung ( Basisbibel): „Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken.“

Matthäus 11, 28

Als ich in meinem Büro zu Hause auf den Rechner starre und mir so gerade nichts einfallen sollte, geht die Tür auf. Zwischen den ganzen Mails und Telefonaten fragten mich meine Kinder nach Unterstützung bei ihren Aufgaben im Homeschooling. Da dachte ich mir, ich kann doch auch einmal um ihre Unterstützung bitten und fragte, was sie mit den folgenden Sätzen und Wörtern verbinden:

„Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken.“

Mit großen Augen staunten sie und waren bestimmt auch etwas stolz der Mama bei der Arbeit zu helfen. Sie sprudelten auch gleich los und sagten, dass sie unter abmühen verstehen, dass ich immer so viel zu tun habe. Ich fragte sie, ob es etwas gibt, wo auch sie sich abmühen. Da kam natürlich prompt die Aussage, dass sie sich in der Schule ganz viel Mühe geben. Mein Sohn meinte dann etwas zögerlich, dass er selbst in einem Spiel immer sein Bestes geben möchte. Und das bedeutet ein ganzes Stück Arbeit und Anstrengung. Das fand ich sehr interessant, dass selbst in den Stunden der Entspannung, wir immer bestrebt sind der Beste zu sein. Muss das so sein? Warum langt uns nicht auch einfach Spaß zu haben und den Moment zu genießen? Belastet uns der Umstand nicht immer der Beste zu sein? Meine Tochter meinte, wenn man belastet ist, fühlt man sich schlecht. Das ist in der Corona-Zeit das Gefühl, wenn man seine Freunde nicht treffen kann und alle großartigen Orte wie Karls Erdbeerhof geschlossen sind. Könnten wir dem nicht entfliehen? Ich gehe oft mit meiner Nachbarin spazieren. Sicherlich ist das für Kinder nicht so spannend wie Karls aber ist es nicht der Kontakt zu andern Menschen der uns bereichert? Das Spazierengehen haben wir vor der Pandemie nicht gemacht. Wir hatten doch keine Zeit! Und so ist es doch ein Zugewinn für uns. Eine Zeit in der wir gemeinsam entschleunigen und den Wald genießen. So frage ich mich, ob nicht jeder der belastet ist, seinen Ballast für ein paar Stunden von sich werfen kann, um den Moment zu genießen. Den Moment der Ruhe? Was bedeutet Ruhe? Keine Arbeit? Den Stimmen des Waldes lauschen? Versonnen mit Lego spielen? Auf dem Rücken eines Pferdes sitzen? Oder einfach mit einem Freund auf dem Trampolin springen? Ich denke jeder kann seinen eigenen Weg finden. Wichtig ist seine Kraft aufzutanken. Wir sollten loslassen von Sorgen und Ängsten. In diesem Sinne möchte ich Ihnen allen viel Kraft für die Woche wünschen.

Ines Bruns

 

Wochenspruch:         Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matt. 11,28

Wochenpsalm:          Psalm 36  -  EG 719

Wochenlied:              EG 213 - Kommt her, ihr seid geladen

Download:                 ANgeDACHT 2021-24

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07.06.2021

„Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht.“

Oscar Wilde

Ein Zitat, über das es sich lohnt kurz nachzudenken.
Wir alle kennen aus unseren Kindertagen das Kaleidoskop. Meist ein unschein­bares kleines Pappröllchen. Im Inneren befinden sich Spiegel und wenn man das Kaleidoskop vor dem Auge hin und her dreht, erkennt man immer wieder neue Muster. Aus dem scheinbaren Chaos kleiner bunter Perlen oder Schnipsel entsteht eine neue Ordnung- ganz überraschend, jedes Mal anders und immer wieder neu. Nichts bleibt wie es ist, alles ist im Wandel.
In unserem Leben ist das nicht anders. Manchmal gibt es Zeiten der Veränderung, in denen wir glauben zu versinken. Alle Anforderungen unter einen Hut zu bekom­men erscheinen unmöglich und es ist schwer, dass alles zu fassen und in eine Ordnung zu bringen- zu viele bunte Perlen und Schnipsel. Manchmal hilft es, sich dann zurückzunehmen. Die Dinge mit etwas Ruhe und Abstand betrachten, sich Zeit nehmen- das schafft Klarheit und zeigt Lösungen. Ebenso wie beim Blick durch das Kaleidoskop: Wenn ich es schnell und hektisch drehe, dann sehe ich nur ein Mischmasch aus Farben und erkenne kein Muster. Lasse ich mir aber etwas Zeit, kann etwas überraschend entstehen, mit dem ich zuvor nicht gerechnet habe. Ein schönes Bild für unser Leben. Veränderungen, oft unbequem, gehören zum Leben. Nicht wenige versuchen, Veränderungen aus dem Weg zu gehen oder sie zu verhindern. Aber das geht natürlich nicht.
Nicht immer verläuft unser Leben nach Plan. Noch einmal über „Los“ gehen, neu anfangen, alles hinter sich lassen, alles anders, besser machen. Wer hat sich das nicht schon einmal gewünscht? Wir verändern uns ständig, machen Pläne, gestal­ten unser Leben. Entwicklung verlangt Veränderung. Wir werden aber nicht immer gefragt, ob wir diese Veränderung jetzt wollen. Wenn ich zurückblicke, fallen mir Erlebnisse ein, die ich am liebsten ausradieren würde. Das ist aber nicht möglich, weil sonst mein Leben unvollständig wäre. Leben ist nur durch Veränderung und Neubeginn vollständig. Auch die Unsicherheit, die wir bei manchen Entscheidun­gen verspüren, gehört mit zum Leben. Ja, sie macht es erst interessant. Denn in jedem Neuanfang liegt auch die Chance, etwas zu gewinnen. Wie sagte Oscar Wilde? - „Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht.“

Gebet:
Nicht jeder Tag ist geradlinig Herr.
Es gibt entspannte und anstrengende, geordnete und weniger geordnete Tage.
Doch an allen Tagen dürfen wir die Gewissheit haben,
dass du uns leitest und die Dinge ordnest.
Wir bitten Dich: sei auch heute an unserer Seite.
Amen

 

Wochenspruch:    Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.  Lukas 10,16

Wochenpsalm:      Psalm 34  -  EG 718

Wochenlied:           EG 365 - Von Gott will ich nicht lassen

Download:              ANgeDACHT 2021-23

 

 

Mit herzlichen Grüßen
Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter

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31.05.2021

zuhören

Auf einem Granitblock am südlichen Rande des Zooviertels von Hannover sitzt seit 2007 eine kleine Bronzefigur, entworfen von der Künstlerin Ulrike Enders. Dargestellt ist Momo – das Mädchen aus dem gleichnamigen Roman von Michael Ende. Das große Ohr in ihren Händen deutet auf ihre besondere Begabung hin: Momo hatte die Fähigkeit, „ganz Ohr zu sein“. Michael Ende schreibt dazu: „So kam es, dass Momo sehr viel Besuch hatte. Man sah fast immer jemand bei ihr sitzen, der (..) mit ihr redete. Und wer sie brauchte und nicht kommen konnte, schickte nach ihr, um sie zu holen. Und wer noch nicht gemerkt hatte, dass er sie brauchte, zu dem sagten die anderen: ‚Geh doch zu Momo!‘“ Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: Zuhören.

Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher sagen, Zuhören kann doch jeder! Aber, das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Men­schen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.
Es ist ein großer Schatz, wenn wir in unserem Bekannten- und Freundeskreis und bei unserem Dienst in der Lafim-Diakonie so eine „Momo“ haben – oder selbst in der Lage sind, anderen „ein Ohr zu schenken“. Ich glaube unser größtes Kommunikations­problem ist: Wir hören nicht zu, um zu verstehen. Wir hören zu, um zu antworten. Wahrscheinlich kennen die meisten von uns diese Erfahrung: dass wir beim Zuhören gedanklich schon längst mit unserer eigenen schlauen Antwort beschäftigt sind. Ich ertappe mich leider auch des Öfteren dabei oder werde dabei ertappt.

Wenn wir verlernen, wirklich zuzuhören, verlieren wir den Kontakt zu anderen Men­schen genauso wie den Kontakt zu Gott. Gleichzeitig verlieren wir mit der Fähigkeit
zum Zuhören auch die Möglichkeit, uns korrigieren zu lassen und weiterzuentwickeln.

Die Bibel fordert immer wieder auf, bewusst zuzuhören. Als Jesus seine Jünger los­schickt, gibt er ihnen mit auf den Weg: „Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich“. Dahinter steckt die Erinnerung, dass Gott immer wieder auch durch andere Menschen zu uns spricht.

In jeder menschlichen Begegnung, in jedem Gespräch kann es geschehen, dass Gott uns begegnet und zu uns spricht. Gerade deshalb ist es so wichtig, empfänglich zu bleiben für das leise Reden Gottes inmitten der unzähligen äußeren und inneren Stimmen, die unsere Ohren und Herzen täglich bombardieren. Wir brauchen das „Momo-Ohr“, um wachsam zu sein für die oft leise und zarte Stimme, die dabei hilft, Gottes Spuren zu entdecken – in unserem kleinen Alltag und in der großen Welt.

 

Wochenspruch:     Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und
die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des
Heiligen Geistes sei mit euch allen.   2.Korinther 13,13

Wochenpsalm:       Psalm 27  -  EG 714

Wochenlied:            EG 139  -  Gelobet sei der Herr

Download:               ANgeDACHT 2021-22

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Fliedners Lafim-Diakonie gemeinnützige GmbH

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24.05.2021

Pfingsten: Der Wind weht, wo er will.

Johannes 3,8
Pfingsten das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes. Dazu fällt mir spontan ein Lied, ein Song von 1977, ein.

Dein Geist weht, wo er will, wir können es nicht ahnen.
Er greift nach unseren Herzen und bricht sich neue Bahnen.
Dein Geist weht, wo er will, er spricht in unsre Stille,
in allen Sprachen redet er, verkündet Gottes Wille.
Dein Geist weht, wo er will, ist Antrieb für die Liebe,
die Hoffnung hat er auferweckt, wo sonst nur Trauer bliebe.
Dein Geist weht, wo er will, er ist wie ein Erfinder,
aus Erde hat er uns gemacht, als seines Geistes Kinder.

Melodie: Ludger Edelkötter, Text:W. Poeplau

 

Das heißt für mich, wir können mit Gott, mit Gottes Geist, rechnen. Er ist da, wenn wir an unsere Grenzen kommen. Er kann uns; er kann die Welt verändern. Wir fragen uns manchmal: Wie geht es weiter? Was bringt die Zukunft für mich für die anderen?
Die Zuhörer damals in der Pfingstgeschichte verstanden die Worte und merkten, Gottes Geist verbindet und er schafft Veränderung. Der Geist war damals spürbar und ist es auch heute, wie es im Lied heißt: er ist Antrieb für die Liebe, er kann Hoffnung geben.
Wir können im Vertrauen auf Gottes Geist aussprechen was uns belastet, was uns einengt, im Geist gefangen hält. Wir dürfen uns tragen lassen von dem Windhauch, wie es im Vers aus dem Johannesevangelium heißt.
Pfingsten ist eine verrückte Geschichte, aber vielleicht müssen wir gerade “verrückt“ werden, um das Leben neu zu bewerten, es mit anderen Augen zu sehen.

 

Gebet

Schick einen Windhauch, Gott, der meine Haare streichelt.
Schick einen Windhauch, Gott, der mir im Rücken bläst.
Schick einen Windhauch, Gott, der mein Innerstes belebt.
Schick einen Windhauch, Gott, der mich ins Weite führt.      Amen.

 

Wochenspruch:    Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.  Sach. 4,6b

Wochenpsalm:      Psalm 118  -  EG 747

Wochenlied:          EG 129  -  Freut euch, ihr Christen alle

Dowonload:           ANgeDACHT 2021-21

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest

Ihre Christiane Soyeaux
Stabsstelle Christliches Leben und Diakonie

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17.05.2021

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten

Letzte Woche war Christi Himmelfahrt und nun ist Jesus weg! Aber so stimmt das ja nicht, denn er verspricht den heiligen Geist, eine tröstende Kraft, die uns nicht allein lässt. Das Kommen dieser tröstenden Kraft feiern wir dann am kommenden Sonntag, an Pfingsten!

Abschied nehmen gehört zum Leben, ob wir es wollen oder nicht und oft macht der Abschied erst deutlich, was uns ein Mensch, ein Ereignis oder eine gemeinsame Zeit bedeutet hat und: ein Abschied ist auch immer ein Wendepunkt.
Die Jünger Jesu hatten so einige Wendepunkte durchgemacht. Sie sind ihm nach­gefolgt, haben ihr bisheriges Leben aufgegeben, haben ihm bedingungslos vertraut und geglaubt. Dann kommt Karfreitag, zweifellos der Tiefpunkt. Ostern erleben sie nur zurückhaltend, sie brauchen Zeit, um zu begreifen. So berichtet die Bibel von Thomas: Er will sehen und fühlen, erst dann glauben (Joh.20, 24-31). In der Bibel heißt es, dass Jesus sich vierzig Tage lang nach seiner Auferstehung immer wieder den Menschen gezeigt hat, ist als Auferstandener unter ihnen. Das gibt Sicherheit und Kraft, auch wenn die Jünger wussten, dass auch diese Zeit endlich ist. Dann, nach diesen vierzig Tagen – so in der Apostelgeschichte – „wurde er vor ihren Augen emporgehoben, eine Wolke nahm ihn auf, und entzog ihn ihren Blicken.“  (Apg 1,9). Nun ist Jesus weg. Seltsamerweise waren die Jünger weder traurig, noch enttäuscht. Er hatte ihnen so vieles erklärt, ihre Fragen beantwortet. Die Bibel berichtet sogar, dass sie „voll Freude“ waren, denn Jesus hatte ihnen versprochen, sie nicht allein zu lassen, hatte ihnen seinen Geist verheißen. Und wie immer vertrauen die Jünger auf Jesus: Jesus sorgt vor.
Pfingsten war es dann so weit: Der Heilige Geist, den Jesus versprochen hatte, kam auf die Erde. Pfingsten erinnert daran, dass Gott die Menschen nicht allein lässt, es will uns Kraft, Mut und Zuversicht schenken. Diese Zuversicht hat ihren Grund im Vertrauen auf Gott selbst, der uns in Jesus Christus begegnet ist. Jesus Christus, der in allem was wir tun und erleben unter uns wirksam sein will. Sich darauf einzulassen, dazu lädt Pfingsten ein.

 

Pfingsten
Tag des Wortes
Sprachgeburt
gelöste Zungen
Redefluss
der Kreis der Trauer hat sich geschlossen
alles wird neu
beginnt von vorn
am Anfang war das Wort
das Wort bei Gott
das Wort ist Gott
es kommt im wehenden Geist zur Welt
um seine Freundschaft zu verkünden
in unserer eigenen Sprache                                                  Hildegard Aepli

 

Zitat:
Du hast einen Auftrag für alle, und wäre es nur ein freundlicher Gedanke, ein Gruß, ein stummes Gebet.                  Eva von Tiele-Winkler

 

Wochenspruch:    Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Johannes 12,32

Wochenpsalm:      Psalm 27,1.7-14   - EG 714

Wochenlied:          EG 128  - O komm, du Geist der Wahrheit

Download:             ANgeDACHT 2021-20

 

Ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten.

 

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter

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09.05.2021

Rogate

Als ich sagte, ich könne einmal das ANgeDACHT schreiben, wurde mir dieser Sonntag zugeteilt, der 9. Mai. Betet! Ausgerechnet. Dabei bete ich doch gar nicht. Na ja - so gut wie nie. Und dann noch im Imperativ - Beten als Kommando, wie soll das denn bitte gehen?
Als ich Kind im Missionsinternat war, wurde jeden Abend um 7 eine Andacht gehalten. Am Ende wurde gebetet - reihum. Es fühlte sich wirklich an wie ein Befehl: "Bete!" Ich musste irgendetwas sagen und sagte dann irgendwas Unverfängliches wie "Lieber Gott, lass morgen das Wetter wieder schön werden, damit wir wieder Spaß im Pool haben können." Dabei war mir das Wetter völlig egal - ich liebte den afrikanischen Regen, und ohnehin kletterte ich lieber auf Bäume als zu schwimmen. Aber ein paar Worte, die als Gebet identifizierbar waren, musste ich ja von mir geben...
Das ist wohl so gar nicht das, was Søren Kierkegaard meinte mit seinem "Still­werden" und "Hören", oder Gandhi mit seiner "Sehnsucht der Seele". Beten soll doch nicht zum Schein sein, zum Gut-Dastehen, weil es andere wollen ... oder?

Ich glaube, wenn ich heute regelmäßig ernsthaft beten würde, wäre es vielleicht so:

"Ich erkenne, dass ich angewiesen bin auf Liebe und Gnade.
Ich sehe ein, ich schaffe es nicht allein.
Ich erkenne meine Hilflosigkeit an und lasse mich fallen.
Ich vertraue darauf, dass es etwas Größeres gibt, das mich auffangen wird.
Erst macht das Loslassen Angst - und dann frei.
Dadurch öffne ich mich für Gottes Gnade."

Was dann kommt, weiß ich noch nicht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass ich dann zugänglicher wäre zu hören auf Gottes Wunsch für mich und mein Leben, und wie ich für andere wirken soll.
Vielleicht versuche ich es mal - aus ganz freien Stücken.

„Ein Gebet ist keine Bitte. Es ist eine Sehnsucht der Seele. Im Gebet ist es besser ein Herz zu haben ohne Worte als Worte ohne Herz.“ Mahatma Gandhi

„Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Redet ist, ich wurde ein Hörer.“ Søren Kierkegaard

 

Wochenspruch:    Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.   (Psalm 66,20)

Wochenpsalm:      Psalm 95,1-7a

Wochenlied:           EG 344 – Vater unser im Himmelreich

Download:               ANgeDACHT 2021-19 

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Silvia Grimmsmann
Fliedners Lafim-Diakonie

 

 

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03.05.2021

„Alle, die mein Vater mir anvertraut, werden zu mir kommen. Und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

Johannes 6;37

In unserem Leben haben wir diverse Arten von Gemeinschaften. Viele arbeiten bei­spielsweise in einem Team. In einem Team hat jeder seine Aufgabe, ist wertvoll für das Ergebnis der Gruppe.

Man verlässt sich auf andere und ist gleichzeitig für andere da, um zu unterstützen. Und doch erlebt man, wie Personen zwar da sind, sich aber distanzieren, weil sie z.B. bestimmte Entscheidungen nicht billigen oder Richtungen nicht mittragen. In manchen Fällen spricht man sogar von der inneren Kündigung.
Wie kommt es dazu? Meist ist es ein schleichender Prozess, dessen Beginn man gar nicht so genau benennen kann. Wichtig ist in Kommunikation zu bleiben, zusammen über die Themen zu sprechen und gemeinsame Ziele zu definieren. In der modernen Arbeitswelt ist ein jeder von uns stark eingespannt. Manchmal ist man so fokussiert auf eine Aufgabe, dass man den Blick für das Team aus den Augen verliert. Das gilt im Besonderen für Führungskräfte.

Im Johannesevangelium wird dazu ausgeführt „Ich soll keinen von denen verlieren, die er mir anvertraut hat“. Wir alle Teammitglieder müssen uns regelmäßig bewusst machen wie wertvoll die Gemeinschaft ist und dass man – wie bei einer Ehe – kontinuierlich daran arbeiten muss, damit ein Team nicht nur eine Ansammlung von Menschen ist, sondern eine Gemeinschaft wird und bleibt.

Meine Empfehlung sind regelmäßige Gruppenrunden. Jeder muss dort vorurteilsfrei seine Meinung sagen können und eingebunden sein. Nur in einem Klima des Respektes und der Wertschätzung gedeiht die Gemeinschaft.
Jeder sollte sich die Frage stellen: Zielt meine Mitarbeit im Beruf oder in Gemein­schaften nur auf eigene Vorteile oder bin ich bereit, andere zu fördern? Bin ich bereit meine eigenen Interessen zurückzustellen?

Das Nachdenken darüber zeigte mir einmal mehr die Dankbarkeit in einem Team zu arbeiten und demütig auf die Erfolge zurückzublicken, die wir erreicht haben. Jeder Einzelne hat dazu einen wertvollen Betrag geleistet. Gleichwohl zeigte es mir, dass es Teammitglieder gibt, die Unterstützung benötigen. Denn trotz der erreichten Ziele heißt es nicht, dass es keinen gibt, der Unterstützung gebrauchen kann.

In diesem Sinne grüße ich Sie zum Wochenstart und lassen Sie uns in Gemeinschaft aufeinander achten.

 

Wochenspruch:    Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Psalm 98,1

Wochenpsalm:      Psalm 98 - EG 739

Wochenlied:          EG 302, Du meine Seele singe

Download:              ANgeDACHT 2021-18

 

Sebastian Beck
Leiter des Fachbereiches IT

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26.04.2021

„Wohl dem der gütig ist, zum Helfen bereit.“

Psalm 112,5

Die Bibel bietet eine Vielzahl Berichte und Erzählungen, die bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben. Da begegnen wir zum Beispiel dem barmherzigen Samariter (Lukas 10,30-35).

Die Geschichte ist ein Sinnbild der Fürsorge und beschreibt diakonisches Handeln vor 2000 Jahren.
Heute verbindet man mit dem Wort Samariter nur positives. Der Duden definiert Samariter als einen selbstlos helfenden Menschen. Das war zu Jesu Zeiten ganz anders. Samaritaner galten als gewalttätig, abtrünnig und kein frommer Jude wollte mit ihnen etwas zu tun haben. Und da erzählt Jesus diese Geschichte von einem Schwerverletzen in der Wüste, auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho. Ein frommer Priester und ein Levit auf dem Heimweg vom Tempel, beides Vor­bilder der Frömmigkeit und der Gesetzestreue, gehen vorüber, ohne zu helfen. Und dann kommt ein Samaritaner, einer aus dem niederen Volk, der als gottlos verschrien ist, ausgerechnet der hat ein Herz und packt an…
Jesus will uns mit dieser Geschichte den Spiegel vorhalten. Vorurteile und Feindseligkeiten, das bewegt uns bis heute. Er gibt zu bedenken:
Was einen Menschen wirklich ausmacht, das sehen wir nicht, wenn er in der Öffentlichkeit vor aller Augen seinen Dienst tut, wie der Priester und der Levit im Tempel. Nein, was in einem Menschen steckt, das erkennen wir, wenn er auf dem Heimweg ist, scheinbar unbeobachtet.
Was einen Menschen wirklich ausmacht, erfahren wir nicht, wenn wir auf das hören, was alle über ihn sagen, sondern nur, wenn wir uns selbst ein Bild von ihm machen.
Was in einem Menschen steckt, darüber geben weder sein Name Auskunft noch seine Herkunft, weder sein Beruf noch seine Stellung, sondern: sein Handeln. Nur darauf kommt es an.
Wenn der Samariter in uns sich aus freien Stücken meldet und sich nicht ab­schrecken lässt von Bildern der Not und auch nicht von der Gefahr ausgenutzt zu werden,
wenn der Samariter in uns auf seine Stimme und Gefühl hört und hofft, dass doch die Vernunft irgendwann siegt,
wenn der Samariter in uns einfach mal anfängt, ohne an das Ende zu denken,
dann ist die Frage längst beantwortet, ob die Erzählung vom barmherzigen Samariter nur eine schöne Geschichte ist…

 

Segen:

Ich will ein Segen sein für die Menschen, die mir begegnen.
Ich will ein Segen sein für die Schöpfung, die mich umgibt.
Ich will ein Segen sein und dich erkennen in meinem Gegenüber.

 

Wochenspruch: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Korinther 5,17)

Wochenpsalm:   Psalm 66, 1 – 9

Wochenlied:        EG 110 – Die ganze Welt, Herr Jesu Christ

Download:            ANgeDACHT 2021-17

 

Ich wünsche Ihnen allen eine gute Woche. Bleiben Sie gesund und behütet.

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter

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19.04.2021

„Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.“

Johannes 10,11a.27-28a

Psalm 23 ist das bekannteste Gebet aus der Bibel. Viele können es heute noch mitsprechen.

Gott ist mein Hirte. Heute sieht man nur noch selten Hirten mit ihren Schafherden. Aber vielleicht erinnern Sie sich an so eine Szene aus Ihrer Kindheit oder Jugend: Der Hirte, oft groß und kräftig, hat einen Hirtenstab in der Hand. Damit wehrt er die gefährlichen Tiere wie Wölfe ab. Mit dem Stab hält er auch die Schafe zusammen. Wenn eines in die falsche Richtung läuft, dirigiert er es wieder zurück. Er passt auf, dass keines seiner Tiere verloren geht. Der Hirte kennt seine Tiere genau. Sie sind ihm anvertraut. Das Zögerliche stupst er manchmal an. Das Mutige läuft immer ganz vorn mit. Eins weiß die besten Weiden sehr zu schätzen. Ein anderes vertritt sich schnell einen Fuß. Dann trägt der Hirte es eine Weile.

Gott ist mein Hirte. Er kennt mich. Er weiß, wie es mir geht. Wenn ich zögere, dann stupst er mich an. Wenn ich den Kopf hängen lasse, schenkt er mir Mut. Er freut sich, wenn ich mich freue. Immer wieder will er mir Gutes schenken. Vielleicht ist das auch eine grüne Wiese, auf der ich sitzen kann. Die Sonnenstrahlen, die mein Gesicht wärmen und der warme Wind, der mein Boot in Fahrt bringt. Das fröhliche „Guten Morgen“ der Betreuungskraft.

„Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“ Der Hirte zieht mit seiner Herde weiter, wenn die Wiese abgegrast ist. Er hat kein festes Haus, sondern wohnt in einem Zelt. Die Schafe haben nicht nur einen Stall. Der Hirte findet immer neue Plätze, wo sie sicher und geborgen sind.

Gott ist mein Hirte. Er zieht mit mir, wenn ich in ein anderes Haus komme. Ins Krankenhaus. In eine neue Umgebung, die mir fremd ist. In Gottes Haus werde ich immer bleiben. Dort bin ich geborgen. Hier auf der Erde und einst für alle Zeit.

 

Wir beten:
Jesus Christus, du bist der gute Hirte. Du kennst mich. Du sorgst für mich.
Du hast mir Gutes geschenkt. Daran denken wir in einem Moment der Stille: […]
Bleib auch in den dunklen Stunden an meiner Seite.
Lass mich spüren, dass ich nicht allein bin.
Bleibe bei mir an jedem Ort und zu jeder Zeit.

 

Wochenspruch:  Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.  Johannes 10,11a.27-28a

Wochenpsalm:   Psalm 23

Wochenlied:        EG 274 oder EG 358

Download:            ANgeDACHT 2021-16

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Fliedners Lafim-Diakonie

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12.04.2021

„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“

Johannes 20,29

„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ heißt es im Johannesevangelium.
Jesus sagt dies zu Thomas, einem seiner Jünger, der sich nicht vorstellen kann, dass Jesus auferstanden ist, wie die anderen berichten.
Er möchte ihn sehen, ihn anfassen, er will es begreifen und verstehen.
Uns wäre es doch vielleicht genauso gegangen. Thomas durfte die Erfahrung machen, dass Jesus vor ihm stand. Für uns gilt auch heute: Jesus lebt, er hat den Tod überwunden, der Tod hat nicht das letzte Wort. Wir dürfen genau wie die Jünger damals uns darauf verlassen, dass Gott es gut mit uns meint, auch in Situationen die ausweglos scheinen. Um uns herum gibt es viel Leid, Krankheit, Hunger und Not und man könnte verzweifeln, wenn man die Nachrichten im Fernsehen und Radio hört. Und doch gibt es immer wieder Hoffnung und Menschen die sich berufen fühlen, dies zu ändern, weil ihr Glaube und die Gemeinschaft der Christinnen und Christen sie trägt.
Es gibt Wichtiges im Leben, das kann man nicht sehen und nicht anfassen, aber erfahren, glauben. Lassen Sie uns darauf vertrauen, dass es immer einen Neubeginn gibt. Wir haben Frieden mit Gott und den Menschen und lassen uns so in den Dienst zum Nächsten berufen, wie Jesus es uns vorgelebt hat.

Bei Lothar Zenetti kann man lesen, was wichtig ist und was man erfahren kann.
Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter.
Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer.
Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen Alles in einem anderen Licht.

 

Gebet
HERR, wir danken dir, dass du da bist,
auch wenn wir dich nicht sehen und dass wir dir alle unsere Sorge anvertrauen dürfen.
Bleibe bei uns und führe uns auf einen guten Weg.

 

Wochenspruch:    Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1.Petrus 1,3)

Wochenpsalm:      Psalm 116 - EG 746

Wochenlied:           EG 108 – Mit Freuden zart

Download:               ANgeDACHT 2021-15

 

Möge eine gute Woche vor Ihnen liegen, bleiben Sie gesund und behütet.

Christiane Soyeaux
Stabsstelle Christliches Leben und Diakonie

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04.04.2021

Auf dem Weg nach Emmaus

Lukas 24,13 - 32

Die Erzählung von den Emmaus-Jüngern (Lukas 24,13-32) gehört zu den beliebtesten Stellen der Bibel. Sie spricht Erfahrungen an, die viele Menschen zu allen Zeiten sehr gut teilen konnten und können. Es fällt nicht schwer, uns in die Rolle der Jünger hineinzuversetzen und mit ihnen unterwegs zu sein.

Zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus – tieftraurig, erschöpft, sprachlos. Sie fliehen von dem Ort, an dem sie alle ihre Hoffnungen verloren. Jesus wurde ein Opfer von Hass und Intrigen. Der, zu dem sie aufgeschaut hatten, wurde hingerichtet und begraben. Sie hatten ihn Messias genannt. Angesichts des Leidens und Sterbens Jesu scheint ihnen das Bild, dass sie von ihm hatten, zerbrochen. So schnell können Träume zerplatzen. Auch wir kennen das Gefühl. Da geschieht etwas Unvorstellbares, was uns den Boden unter den Füßen weg­zieht und auch die Jünger werden sich gefragt haben, was nun werden soll.

Doch Jesus ist auferstanden und lässt sie in ihrer Not nicht allein. Er schließt sich ihnen unerkannt an und geht mit ihnen gemeinsam die Straße nach Emmaus. Er begleitet sie und er fragt, was sie beschäftigt, hört ihnen geduldig zu. Wir erleben Seelsorge: mitgehen, reden lassen, zuhören, Zeit schenken und Zeit lassen. Erst als die Jünger sich alles von der Seele geredet haben, antwortet Jesus. Er spendet Trost und macht ihnen deutlich, dass alles, was in den letzten Tagen in Jerusalem passierte, vorbestimmt war. Er erklärt ihnen die unbegreiflichen Ereignisse und sie beginnen zu verstehen. Die Jünger haben gespürt, hier ist einer, der nicht nur zuhört, sondern der auch eine Ahnung von dem hat, was sie beschäftigt, der Antworten auf ihre Fragen hat. Als der Fremde gehen will, bitten sie ihn: Bleibe bei uns, denn es wird Abend, der Tag hat sich geneigt. Jesus folgt der Einladung, Als er mit ihnen das Brot bricht, da endlich erkennen sie Jesus. Hoffnungslosigkeit wandelt sich in Freude und es gibt für sie kein Halten. Sie müssen zurück nach Jerusalem und erzählen, was sie erlebt haben.

Und auch wir können unsere Emmaus-Erfahrungen machen:

Emmaus ist, wo wir uns aufmachen.
Emmaus ist, wo wir miteinander reden.
Emmaus ist, wo wir Fremde zulassen.
Emmaus ist, wo wir das Brot brechen.
Emmaus ist, wo Glaube weitergegeben wird.

Irischer Segen:
Möge es in deinem Leben keine verschenkten Tage geben,
aber viele, die Du anderen schenkst.

 

Wochenspruch: Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.   Offb. 1,18

Wochenpsalm: Psalm 118  -  EG 747

Wochenlied: EG 100 - Wir wollen alle fröhlich sein

 

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter

 

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29.03.2021

Sagt zu der Tochter Zion: Sieh doch: dein König kommt zu Dir! Er ist freundlich und reitet auf einem Esel, einem jungen Esel – geboren von einer Eselin.

Matthäus 21,5 (Basisbibel)

Wir feiern bald Ostern. Dazu gehört Palmsonntag und auch die ernsten Feiertage Gründonnerstag und Karfreitag. Wir begleiten Jesus in dieser Woche auf seinem schweren Gang bis zu seinem Tod am Kreuz.

Wir können die Geschichte in der Bibel im Matthäusevangelium, Kapitel 21,1-9 nachlesen:
Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs nach Jerusalem zum Passafest. Viele Leute sind mit ihnen zusammen auf der Straße. Jesus hat die Tage vorher im ganzen Lande gepredigt und die Kranken geheilt. Jetzt will er nach Jerusalem zum Tempel Gottes. Es hat sich herumgesprochen: »Hier kommt der Retter, den Gott uns schickt.«  Die Leute denken dabei allerdings an einen starken König, der mit vielen Soldaten kommt und auf einem schnellen Pferd reitet. Jesus ist schon in der Nähe der Stadt. Er muss nur noch über den Ölberg ziehen, der ein wenig höher liegt als der Berg Zion, auf dem die Stadt Jerusalem und der Tempel gebaut sind.

Jesus kommt als König und doch anders als erwartet: Er reitet auf einem Esel, ganz sanft und still und verletzlich. So stellt sich Jesus an die Seite der Schwachen in dieser Welt und macht uns damit deutlich: Ihr seid nicht allein. Ob das die Leute wohl verstehen können? Sie begrüßen Jesus mit großer Freude und machen ihm den Weg schön mit Palmenzweigen.

Wie gehen wir, wie gehen Sie in diese Karwoche?

Lasst uns neu begreifen, was wir von Jesus lernen können und beten:
Du bist unser Vater und wir gehören zusammen als Gemeinschaft der Kinder Gottes, wir sind nie allein, auch nicht in schweren Zeiten.
Lass uns darauf achten das auch wir an der Seite der Schwachen stehen.
Hilf uns, zu vergeben, wo andere uns verletzt haben, und hilf uns Vergebung anzunehmen.
Bewahre uns vor Selbstzufriedenheit und Bequemlichkeit, dass wir nicht nur uns selbst sehen, sondern auch die, die uns brauchen. Amen

Im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 13 finden Sie das passsende Lied dazu:

Tochter Zion, freue dich! Jauchze, laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir!
Ja er kommt, der Friedenfürst.
Tochter Zion, freue dich! Jauchze, laut, Jerusalem!

Wochenspruch: Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Joh.3 ,14b.15

Wochenpsalm: Psalm 69  –  EG 731

Wochenlied: EG 91  –  Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Fliedners Lafim-Diakonie

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22.03.2021

Judika – 5. Sonntag der Passionszeit

lateinisch:  judica me       deutsch:  richte mich
Die Frage nach dem „Warum?“

Warum gibt es böse Menschen?
Warum gibt es unheilbare Krankheiten? Warum gibt es Corona?
Warum muss ich unter den Beschränkungen leiden? Warum hat Gott das zugelassen?
Ist Gott gerecht?

Was mich zu Boden schlug, war Gottes Hand!

Dieser Satz steht in der Bibel. Und er wurde gesprochen von einem rechtschaffenden, redlichen und gottesfürchtigen Mann. Einen Mann, der auf drastischer Weise erfahren hat, was Leiden heißt. Warum?

Hiob war ein Mann, der reich an Gütern und Leben war. Er war fromm und hatte eine Beziehung zu Gott, die auf dem ersten Blick nichts erschüttern konnte. Und dann, wie aus dem Nichts, verliert er alles. Erst alles Materielle, dann die Menschen, die er liebt und zuletzt seine Gesundheit. Warum lässt Gott das zu?
Alle Freunde, die Hiob zur Seite eilen, können ihn weder helfen, noch können sie die Frage nach dem Warum beantworten. Die Frage nach dem Warum kann niemand beantworten. Das ist in den meisten Fällen bis heute so geblieben.
Aber Hiob hat uns gezeigt, dass das Leiden ein Ende hat. In dem Moment, in dem Hiob aufhört zu Fragen, warum ist das so geschehen, in dem Moment, wo er die Perspektive von der Vergangenheit in die Zukunft wechselt, in dem Moment, wo er nicht nach dem Grund, sondern nach dem Ziel Ausschau hält, in diesem Moment hat Hiob seine Rettung gefunden.
Bei Hiob hat es geholfen, die Gerechtigkeit Gottes nicht in Frage zu stellen. Seine ganze Hoffnung auf Gott auszurichten und ihm zu vertrauen. Hiob ist überzeugt davon, dass etwas Großartiges geschehen wird. Er sieht das Ziel und den Plan Gottes. Wenn das Elend am größten ist, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, auf sein Ende zu hoffen.

Vielleicht hilft es auch uns ab und zu mal, die Perspektive zu wechseln. Nicht zu fragen, warum muss ich dies oder warum muss ich das. Sondern darauf zu vertrauen, dass es richtig ist, dies oder das zu tun oder zu dulden. Viel zu oft verzetteln wir uns bei der Bewältigung der alltäglichen Probleme, stehen vor Hindernissen und wissen manchmal einfach nicht weiter. Vielleicht kann es uns helfen, in solchen Momenten innezuhalten, ein paar Schritte zurückzu­gehen und auf das große Ganze zu schauen. In die Zukunft zu schauen, anderen zu vertrauen und zu hoffen, dass alles gut wird. Den Glauben daran, dass das Leiden nicht das letzte Wort behält, sollten wir uns bewahren. Vertrauen, Glaube und Hoffnung.

Wochenspruch: Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. Mat. 20, 28

Wochenpsalm: Psalm 43  -  EG 724

Wochenlied: EG 76  –  O Mensch, bewein dein Sünde groß

 

Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Woche.
Daniella Haase

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15.03.2021

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12,24

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt…“ So beginnt der Bibelspruch, der uns durch diese Woche begleitet. Die Bibel spricht oft und gern in Bildern. Ein Weizenkorn, dass nicht ausgesät wird, kann keine Frucht bringen. Es verliert seine Kraft, bleibt allein. Nur im dunklen und feuchten Ackerboden beginnt das Korn zu keimen und es wächst aus ihm neues Leben. Dabei kann ein Korn bis zu drei Ähren hervorbringen mit insgesamt etwa einhundertzwanzig Weizenkörnern. Aus eins wird einhundertzwanzig. Ein schönes Bild, das uns hier die Bibel malt. Aber was will dieses Bild uns sagen? Für welche Wirklichkeit steht es?
Gern vermitteln uns die Medien Bilder von „Siegern“ und „Machern“, oft geprägt von Selbstfindung und Selbstdarstellung. Der große Markt der Ratgeberliteratur erklärt uns dann, wie das geht, was uns stark macht und zum Erfolg führt. Sicher ist daran auch vieles richtig, aber ist es immer das Richtige?

Auch Jesus hätte aufstrebend leben können. Er hatte viele Anhänger im Volk und ständig wurden es mehr. Gute Voraussetzungen für Erfolg, Status, Reich-tum und Macht. Doch Jesus hatte eine andere Sicht, ging einen anderen Weg: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht“. Jesus hat sein Leben nicht für sich selbst gelebt. Auch er hatte Ziele, aber dabei strebte er nicht nach Ehre, Größe und Selbstbestätigung. Er hat sein Tun und sein Leben den Menschen gewidmet und hingegeben. Und wie beim Weizenkorn bedeutet Jesu Sterben nicht das Ende. Mit der Auferstehung beginnt neues Leben. Er ist überall gegenwärtig und möchte uns mit auf seinen Weg nehmen. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die nicht nur ihr eigenes Wohlergehen, ihr eigenes Interesse, ihre Lebensqualität im Blick haben. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die alle Facetten des Lebens wahrnehmen und danach handeln. Wer auf diesen Weg Jesu nachfolgt, erfährt ein erfülltes Leben und bringt wie das Weizenkorn viel Frucht für alle.

Segen
Mögen Zeichen an der Straße Deines Lebens sein, die Dir sagen, wohin Du auf dem Wege bist. Mögest Du die Kraft haben, die Richtung zu ändern, wenn Du die alte Straße nicht mehr gehen kannst.

 

Wochenspruch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Joh 12,24

Wochenpsalm: Psalm 84 - EG 734
Wochenlied: EG 98 – Korn das in die Erde

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche.

Dorette Herper
Lafim-Diakonie für Menschen im Alter

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08.03.2021

„Gottes Liebe ist wie die Sonne, sie ist immer und überall da“

So heißt es in einem Lied

Wir kennen das Gefühl aus eigenem Erleben in der Familie und besonders in den Diensten für Menschen im Alter aus Gesprächen mit Angehörigen: Die Mutter kommt allein nicht mehr zurecht. Zu Hause geht es einfach nicht mehr.

Die Mutter wird immer wackeliger auf den Beinen, einige Male ist sie schon gestürzt. Nun muss sie doch noch umziehen in ein Seniorenzentrum.
Unglücklich sitzt die Mutter nach einigen Tagen in ihrem neuen Zuhause in ihrem Sessel, als die Tochter sie besucht. Ja, sie werde gut versorgt, sagt sie, doch ihre Stimme klingt hart. Aber es sei eben nicht ihr Zuhause.
"Lass uns ein bisschen rausgehen", schlägt die Tochter vor. Spazierengehen hat schon immer geholfen, denkt sie. Sie ziehen sich Jacken an und setzen sich Mützen auf, die Mutter schiebt ihren Rollator vor sich her. Im Schneckentempo gehen sie über den langen Flur und durch die Eingangshalle. Die Tür nach draußen öffnet sich, kühle Luft schlägt ihnen entgegen.
"Ist das herrlich ", sagt die Mutter schon nach wenigen Schritten, "hier kann ich durchatmen“. Sie gehen weiter, die Bäume sind noch kahl, über der flachen Landschaft hängt im März der Himmel tief, schwere Wolken, die fast bis zum Boden reichen. Doch dazwischen ist hier und da ein Stück vom blauen Himmel zu sehen. Dann blitzt plötzlich für einen Moment die Sonne wunderschön gelb durch.
"Gottes Liebe ist wie die Sonne", singt die Mutter mit brüchiger Stimme, "sie ist immer und überall da“.
Hinter schweren Wolken strahlt die Sonne leuchtendhell. Schon immer ist der Mutter zu allem ein Lied eingefallen. Hier draußen mit dem Blick in die Sonne ist die Stimmung der Mutter wie ausgewechselt, alles Schwere im Leben ist wie weg­geblasen, alles was sie bedrückt und manchmal aggressiv macht ist verschwunden.
Hier draußen kann sie die schönen Bilder in ihrem Leben sehen: die Sonne, die hinter den Wolken doch da ist und silberne Ränder um sie herum zeichnet. Und ab und zu blitzt die Sonne durch, auch an düsteren Tagen. Ein Stückchen gehen sie noch, die Mutter atmet tief ein und aus. Wie sehr wünsche ich ihr, dass das Lied lange weiterklingt, denkt die Tochter. Und Gott ihr nah bleibt und sie wärmt mit seiner Liebe.

Wir beten:
Gott, einmal am Tag möchte ich innehalten und den Blick schweifen lassen:
Wo ist mir Gutes begegnet?
Ich möchte deinen Worten nachlauschen: Welches davon hat mich aufgerichtet?
Ich möchte Gesten nachspüren: Welche hat mich heute schon gewärmt?
Gott, einmal am Tag möchte ich mich fragen:
Wo könnte Gott sich entdecken lassen, nah neben mir?
Denn der, den du nicht siehst, ist näher als du denkst und spannt über dem Weg seinen Segen aus.

Wochenspruch: Wer die Hand an den Flug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Lukas 9,62

Wochenpsalm: Psalm 34  -  EG 718

Wochenlied: EG 391   -  Jesus geh voran

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Fliedners Lafim-Diakonie

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01.03.2021

Denk an deine Barmherzigkeit und Güte Herr. Denn schon seit Urzeiten bestehen sie.

Psalm 25, Vers 6 (Übersetzung Basisbibel)

Der zweite Sonntag in der Fastenzeit Reminiszere – „Gedenke“ nimmt mit seinen Texten die Beziehung von Gott und den Menschen in den Blick. „Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit.“

Der Psalmbeter David ist sich gewiss, seine Vergangenheit, seine Gegenwart und seine Zukunft liegen in Gottes Hand. Egal was war, wir können immer wieder neu anfangen, uns wird nichts nachgetragen.
Jetzt sind wir aufgefordert, dem Wort Gottes zu folgen und Gutes zu tun, für den Nächsten da zu sein. Das heißt, wir können unser Herz öffnen und die Not anderer Menschen wahrnehmen und dann handeln. Und es bedeutet auch, wir brauchen keine Angst vor der Zukunft zu haben. Viele Menschen, ja Generationen vor uns, haben erfahren, dass Gott spürbar ist, dass wir uns an ihn wenden können, wenn wir Hilfe brauchen. Er greift uns unter die Arme, wir sind gehalten.

Mit Worten von Gregor Linßen beten wir:

Herr, in deine Hände, lege ich meinen Weg, begleite mich.
Herr in deine Hände, lege ich meine Zeit, erbarme dich.
Herr in deine Hände, lege ich meine Angst, erhöre mich.
Herr in deine Hände, lege ich meinen Dank, ich glaube an dich

 

Wochenspruch:      Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.   Römer 5,8

Wochenpsalm:        Psalm 25  -  EG 713

Wochenlied:             EG 94 – Das Kreuz ist aufgerichtet

 

Christiane Soyeaux

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Pflegefachleute

400 Stunden

Orientierungseinsatz – ambulant (bei den Menschen zuhause) oder stationär (in unseren Einrichtungen)

400 Stunden

Pflichteinsatz – stationäre Langzeitpflege an einem unserer Standorte

400 Stunden

Pflichteinsatz – ambulante Pflege in unseren ambulanten Stationen

120 Stunden

Pflichteinsatz – in der Pädiatrie bei einem unserer Kooperationspartner

400 Stunden 

Pflichteinsatz – im Krankenhaus bei einem unserer Kooperationspartner

 

Zwischenprüfung

120 Stunden 

Pflichteinsatz – in der Psychiatrie bei einem unserer Kooperationspartner

500 Stunden 

Vertiefungseinsatz – plus 160 Stunden zur freien Verteilung
(ambulant oder stationär) in unseren Einrichtungen

Abschluss der Ausbildung (Dauer in Vollzeit drei Jahre/ in Teilzeit bis zu fünf Jahre)

Pflegehelfer:in

Kaufmann:frau im Gesundheitswesen

Kaufmann:frau für Bürokommunikation

Berufsbegleitende Ausbildung staatlich anerkannte:r Erzieher:in

Hotelfachmann:frau​

Koch/Köchin

Pflegestudium mit integrierter Berufsausbildung

Studiengang: Case Management im Sozial- und Gesundheitswesen (Bachelor of Arts)