Mt. 20,28

Die Geschichte im Matthäusevangelium aus der unser Text stammt ist überschrieben „vom Herrschen und Dienen“. In Vers 16 lesen wir “So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener.“ Wir sind aufgerufen zu dienen, übersetzt kann man auch sagen zu helfen.
Das heißt doch, wir sollen den Anderen höher achten als uns selbst. Nicht unsere Bedürfnisse stehen im Vordergrund, nicht unsere Ansprüche und meine Aufgaben sind die Wichtigsten und müssen erledigt werden, sondern der Nächste, der Mensch neben mir, den nehmen wir in den Blick. Für ihn dürfen wir da sein und ihm helfen. Dahinter steht die Frage: Wie kann ich Andere stärken, fördern und begleiten?
Dies ist keine leichte Aufgabe, das wissen wir Alle und wir kommen da auch an unsere Grenzen, gerade in der jetzigen Zeit. Und wir dürfen uns auch ruhig mal bedienen lassen, davon redet ja auch der Wochenspruch. Jesus ist gekommen, um zu dienen; seine Nachfolger auch und aus meiner Sicht entsteht so Gemeinschaft untereinander. Anders ausgedrückt: GEBEN und NEHMEN ohne Vorteil für eine Seite, so gelingt Zusammenleben im Großen wie in Kleinen. Jesus ist sich für nichts zu schade. Wie sieht das mit uns – mit mir aus? Nutzen wir unsere Fähigkeiten, um Andere zu stärken im Alltag, mit Freude jeder an seiner Stelle und Position.

„Dienet einander, denn jeder ist zum Dienen begabt.
Dienet einander mit dem, was ihr empfangen habt.
Dienet einander! Wer nicht nur an sich selber denkt,
der wird im Dienst für andre von Gott beschenkt.“

  • Dienet, indem ihr treu etwas tut. Macht auch, was unscheinbar aussieht, gut.
    Herr, du warst treu und wurdest ganz klein. Bei dir vergeht jeder stolze Schein.
  • Dienet, und achtet nicht auf den Lohn, denn euer Vater versorgt euch schon.
    Herr, du hast nie nach Reichtum gestrebt und uns gezeigt, wie man sinnvoll lebt.
  • Dienet, indem ihr andre ertragt, wenn ihr Verhalten verletzt und plagt.
    Herr, ich will von dir lernen, du hast, die Welt ertragen mit ihrer Last.

Text: Gerhard Schnitter

 

Wochenspruch:   Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.  Mt. 20,28

Wochenpsalm:    Psalm 43  –  EG 724

Wochenlied:         EG 76  –  O Mensch, bewein dein Sünde groß

Download:            ANgeDACHT 2022-14

 

Es grüßt Sie zu Wochenbeginn

Christiane Soyeaux
Lafim-Diakonie